„Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf der Erde“

(Math. 6:10)

 

Es war eine Nacht, die ganz Amerika nicht vergessen hat. Das ganze Land der Vereinigten Staaten war geschockt. Alles geschah vor gerade mal 10 Tagen. An diesem Donnerstag wurde im TV – Programm im Fernseher alle Kanäle unterbrochen und stattdessen kam eine Spezial – Meldung. Alle waren verwirrt und neugierig, da dies sehr selten passierte.

Der Nachrichten – Sprecher gab bekannt, dass um 18:00 Uhr der Bürgermeister unserer Stadt, New York, eine sehr wichtige Nachricht mitzuteilen hatte. Dies verbreitete sich schnell und alle fragten sich schon, was der Bürgermeister wohl zu sagen hatte, denn diese Spezial – Meldung wiederholte sich immer wieder also musste es sich um etwas Wichtiges handeln.

Gespannt setzten sich die New Yorker pünktlich um 18:00 Uhr vor den Fernseher. Doch die Verwirrung vergrößerte sich, als um 18:00 kein Bürgermeister auf der Bildfläche erschien. Auf einigen Kanälen erfuhr man, dass man den Bürgermeister heute nicht mehr vor der Kamera sehen würde. Auf anderen Kanälen versicherte man, dass die Ansprache in Kürze stattfinden würde. Diese widersprüchlichen Informationen hörte man jede 15 min und ganze Stunden vergingen dabei.

Was die Angst und Verwirrung noch vergrößerte, war, dass vor dem Rathaus sehr viele Polizisten in großen Gruppen standen. Das war für gewöhnlich nicht der Fall. Es musste also irgendetwas vor sich gehen, wo von sie noch nichts wussten. Die Leute wurden immer aufgeregter, nervöser und ängstlicher.

Erst um 23 Uhr kam der Bürgermeister vor die Kamera. Man sah schon an seinem Gesichtsausdruck, dass etwas Furchtbares geschehen ist. Er sagte weinend: „ Ich bin an dem ganzen Schuld. Ich habe meine Tochter Tina verloren und mein Sohn Robert ist noch immer entführt!“ Er weinte bitterlich, obwohl die Moderatoren versuchten, ihn zu beruhigen.

Er fuhr fort: „Schon seit langem ist eine Bande in der Stadt, die auch verhindern wollte, dass ich jetzt zum Volk spreche. Diese Bande beging viele Verbrechen und viel Betrug in unserer Stadt. Sie war es, die von vielen Firmen und Personen Geld in Höhe von Millionen verlangte. Diese Bande war anders als andere. Sie hatten genaue Pläne und verfolgten gefährliche Ziele.

Viele Firmen mussten ihretwegen schließen andere gingen Konkurs und viele Personen gaben ihre Geschäfte auf.

Ich bekam viele Beschwerdebriefe von den Opfern, doch vor Gericht hatte diese Bande alles richtig gegen die Opfer geplant. Auf diese Weise verstand ich erst danach, dass diese Gruppe sehr mächtig im Land war. Ich hatte sie zuerst nicht ernst genommen bis sie mit mir in Kontakt kamen.

Diese Banditen verlangten von mir Zulassungen von drei Firmen, die aber nicht erlaubt waren und schmutzige Geschäfte machten. Doch die gab ich ihnen nicht und ab diesen Zeitpunkt starteten Drohbriefe und Drohanrufe. Diese nahm ich jedoch nicht ernst, da ich mich durch den Schutz der Polizei, die immer um mich war, sicher fühlte und diese Drohanrufe lächerlich fand. Trotzdem fühlte ich, dass diese Leute so handelten, als hätten sie viel Macht und Einfluss. Ich dachte lange und oft nach, wer diese Leute sein könnten.

Und dann machten die Banditen ihre Drohungen wahr. Meine Tochter Tina war ihr ausgewähltes Opfer. Eines Tages später  ging meine Tochter auf eine gewöhnliche Party und lernte dort einen Jungen kennen und obwohl sie bereits einen Freund hatte, ging sie mit ihm schnell eine Beziehung ein. Doch dann, als sie entdeckte, dass das alles nur eine Falle war,  wollte sie flüchten. Doch dieser junge  Mann sperrte sie ein und zeigte ihr ein ganz anderes böses Gesicht. Für 5 Tage war meine Tochter verschwunden. Bei einem Fluchtversuch fiel sie jedoch vom 4. Stock und starb dabei. Zur selben Zeit verschwand mein Sohn Robert und ist bis jetzt bei den Entführern.

Vor Kurzem hatten meine Leute herausgefunden, wer die Banditen waren und es war sehr schockierend für mich, als ich erfuhr, dass die Verbrecher sechs sehr hohe Polizeibeamten waren.  

Das ist alles meine Schuld und nicht nur, weil ich von Anfang an die Drohbriefe nicht ernst genommen hatte, sondern der Grund liegt 10 Jahre zurück, als ich mein Amt begonnen hatte. Ich wollte mir am Anfang meiner Amtszeit die Meinungen vieler Fachleute anhören. Es gab zwei besondere Professoren, die sehr gebildet waren: Prof. Martin und Prof. Emmanuel. Beide hatten unterschiedliche Meinungen.  

Die Meinung des Prof. Martin war, dass nur zwei Faktoren notwendig für  allgemeine Sicherheit und Zufriedenheit in der Stadt sind. Diese wären 1. Wohlstand und 2. Seelische Zufriedenheit. Er riet mir, viele Vergnügungsparks und Shoppingcenter zu bauen um für gute Unterhaltung zu sorgen. Wichtig für ihn war auch die Bildung, er riet mir viele Schulen und Universitäten zu bauen. Auch sollten die Gehälter von Männer und Frauen gleich hoch sein und im Falle einer Arbeitslosigkeit sollte große Unterstützung vom Staat bereitstehen.

Ich befolgte seine Ratschläge und ignorierte die von Prof. Emmanuel. Jedoch war seine Meinung die richtige.“

Einer der Moderatoren fragte: „ Und warum hatte Prof. Emmanuel Recht?“  Der  Bürgermeister antwortete: „Weil er mich damals schon vor unseren jetzigen Staatsproblemen gewarnt hatte, nämlich allgemeine Habsucht, auch bei Leuten, die reich sind, steigende Angst ohne richtigen Grund, die Familienzahlen gehen zurück und die Zahl der Patchwork Familien  nehmen auf gefährliche Weise immer zu, kein Zusammenhalt in den Familien und dadurch viele unglückliche Kinder, verringerter Respekt zwischen der Jugend und den Erwachsenen und steigende Kriminalität also keine richtige Sicherheit und Zufriedenheit im Staat.

Und ich, als Bürgermeister, bestätige und gebe zu, dass all diese Probleme in unserem Staat eingetroffen sind. Und jetzt wird mir klar, dass Prof. Emmanuel mit allem Recht hatte, denn diesen Polizeibeamten mangelte es an nichts, sie waren reich und hatten viel Macht und Einfluss, trotzdem brachten sie viele Probleme in unseren Staat bis zur Ermordung meiner Tochter.

Da fragte der Moderator: „Jetzt sind wir gespannt, was hat Professor Emmanuel Ihnen vor 10 Jahren für unseren Staat geraten?“ Der Bürgermeister antwortete: „Er meinte, dass bei der Meinung von Prof. Martin der wichtigster Faktor fehlte, nämlich der geistliche Faktor.  Er betonte, dass der Mensch sich vom Tier durch den Geist unterscheidet! Der gesunde Geist sehnt sich nach Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung und ohne diese kann man die Sicherheit und Zufriedenheit im Staat total vergessen.

Zuerst möchte ich mich bei allen Opfern der Verbrecher entschuldigen und auch persönlich zu Prof. Emmanuel gehen, um mich bei ihm zu entschuldigen und seine Ratschläge durchzuführen, die er mir vor 10 Jahren gegeben hatte und zu ihm sagen: „Das, was du vor 10 Jahren machen wolltest, tue es jetzt. Dein Wille geschehe.“

 

 

v Gottes Wille ist, dass es uns immer bestens geht und später im Himmel mit ihm persönlich  ohne Probleme leben.

v Gott respektiert unsere Freiheit und zwingt uns nicht, seinen Willen durchzuführen.

v Aus Erfahrung weiß man, dass der eigene Wille und Wünsche nicht immer richtig sind. 

 

Maria und Katharina 11.08.2012 - www.kopten.at