( Geschichte 14_1 )

„Er ist Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort“

(Hebr. 1:3)

 

„Was? Mein Bett bewegt sich während meines Schlafs schneller als irgendeine Rakete in mehrere Richtungen?!“das war mein furchtbarer Gedanke, der mich nächtelang vom Schlafen abhielt.

Unsere Klasse 2B war für lange Zeit ein Thema für die Medien. Unter dem Namen „schnarchende Klasse“  waren wir in den Schlagzeilen und das für 3 Monate.

Ich bin Johannes und ich erzähle euch die Geschichte. Ich war ein überaus fleißiger Schüler. Als 12-jähriger erreichte ich bei den Pisa-Studien einen guten Platz und war der zweitbeste in Europa.

Mit dem Alter von 12 Jahren bekam ich Physikunterricht und es war ein Fach, das mich faszinierte. Ich arbeitete immer zu Hause vor, um mich auf den Unterricht vorzubereiten und dem Lehrer zusätzliche, vertiefende Fragen zu stellen. Die Lehrer bewunderten meine Fragen, da sie bemerkten, dass ich mich ordentlich mit den Themen auseinandergesetzt habe.

Eine neue Info, die ich als sehr spannend empfand, war, dass sich die Erde schneller als jede Rakete um sich selbst und um die Sonne dreht genauso wie das Sonnensystem um die Galaxie. Mich faszinierte die großen Weiten und die Größe des Universums und wie winzig unser Planet im Gegensatz dazu ist. Mir wurde klar, dass unsere Erde nur ein sehr kleiner Punkt in diesem Universum ist, den man im riesigen Universum nicht sehen kann. Diese Vorstellung fing an, mich zu ängstigen und je mehr ich darüber erfuhr, desto mehr Angst bekam ich.

Als nächstes wurde mir beigebracht, dass im Weltall zwei Kräfte herrschen, zum einen die Urknallkraft, die dafür sorgte, dass das Weltall sich noch mehr ausdehnt und eine Gegenkraft die Anziehungskraft zwischen den Himmelskörpern, die diesen Vorgang des Ausdehnens ein bisschen bremste. In meinem Wahn stellte ich mir die Frage, wie es wäre, wenn bei diesem Vorgang eine Kraft größer oder kleiner als die andere wird und dabei die Himmelskörper zusammenstoßen. Die Erde, die im Gegensatz zu anderen Planeten und Himmelskörper ganz klein ist, würde zerstört werden.

Ich fragte meine Lehrer viele Fragen über dieses Thema, um mir viele Informationen zu verschaffen und meine Ängste zu bekämpfen aber die Antwort war immer: „Es gibt keine Garantie, dass das Universum einmal nicht zu Grunde gehen würde aber wann das wohl sein wird, darüber wird diskutiert und ganz sicher ist, dass mit dem Energieverlust der Sonne die Erde bestimmt ein Ende hat.“

Diese Vorstellungen trieben mich in den Wahnsinn, sodass ich in der Nacht nicht schlafen konnte und vor Müdigkeit im Unterricht einschlief. Wie kann ich nur auf einer Kugel schlafen, die sich um sich selbst, um die Sonne und um die Galaxie bewegt schneller als jede Rakete. Ich klagte mein Leid auch meinen Mitschülern und steckte sie mit meinen Ängsten an. So konnten ich und meine Mitschüler zu Hause vor lauter Angst, dass mit  der Erde irgendwas Schlimmes passieren würde, nicht schlafen und ab und zu fingen die  Schüler abwechselnd  im Unterricht an    einzuschlafen.

Viele Lehrer konnten mit uns nicht mehr arbeiten wegen unserem Schlafen verbunden mit lautem Schnarchen und weigerten sich, zu unterrichten. Schüler aus anderen Klassen kamen in den Pausen zu uns und machten sich über uns lustig. Diese Nachricht verbreitete sich sehr schnell und so wurden wir zum Spott der Schule.

Jetzt sind wir bei dem Zeitpunkt, wo ich angefangen habe. Wir wurden bei unseren Lehren und der Direktorin, beim Unterrichtsministerium und schließlich in den Medien bekannt. Man reagierte auch entsprechend darauf und schickte uns Ärzte und Schulpsychologen, die uns betreuten, doch alles half nichts, weil wir auch ihnen Fragen stellten aber keine beruhigenden Antworten erhielten.

Auch meine Eltern wollten etwas gegen meine Ängste tun. Sie entschieden sich für eine 30-tägige Reise mit einem Wohnwagen. Das Prinzip war, dass während ich in der Nacht schlafe, ein Elternteil am Lenkrad sitzt und fährt. Sie wollten mir das Gefühl von Sicherheit vermitteln. Das half ein wenig aber nicht effektiv.

Der, der wirklich Hilfe bringen konnte, war mein Onkel, ein Professor an der Uni für Astrophysik. Als er von meinem Problem hörte, unterbrach er seine Arbeitsreise und flog nach Wien um 3 Wochen mit mir zu verbringen.

Ich erzählte ihm von meinen Ängsten und wollte von ihm Sicherheit erlangen. Er überlegte und antwortete mir schließlich: „Mit allem, was du gesagt hast, hast du Recht. Doch die neue Theorie kennst du nicht!“ Doch dann wurde ich neugierig und er erzählte mir etwas darüber: „ Tausende von Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Welt einen Schöpfer also einen Besitzer hat und dieser hat die Welt aufgrund seiner Liebe erschaffen und zwar so, dass alles tadellos und sicher funktioniert.

Die Erde ist mehr als 4 Milliarden Jahre alt aber sie ist nie mit irgendeinem Stern oder Planeten zusammengestoßen. Sie hat auch eine Atmosphäre, die sie vor Kometen und gefährlichen Strahlen oder Himmelskörpern und der Sonne schützt. Wenn Kometen auf uns prallen, verglühen sie auch sofort.“ Mein Onkel erzählte mir noch viele Wunder  unseres Universums und meinte damit,  dass die Welt einen wunderbaren Schöpfer hat, der mit voller Liebe das Universum aufrecht erhält.

Ich war noch immer misstrauisch und sagte: „Woher weißt du, dass es stimmt, wer garantiert dir das?“ Darauf ging mein Onkel aus dem Zimmer und holte einen Käfig mit einem Papagei. Er sagte: „Betrachte diesen Vogel! Achte auf seine Farben! Ist das zufällig entstanden oder wollte der Schöpfer ihn mit Absicht damit verschönern? Und schau auf seinen Körperbau! Wie viele Wunder und Phänomene stecken darin oder auch in unserem Körper? Denkst du noch immer, dass das aus Zufall entstanden ist oder dass dem Ganzen ein Schöpfer und gleichzeitig Besitzer gegeben sein muss?“ „Nein, du hast mich überzeugt!“, sagte ich. Ich dankte ihm für seine Hilfe. Von diesem Augenblick an, waren meine Ängste weggeblasen. Ich vertraute einfach der Tatsache, dass dem Universum ein System von seinem Schöpfer gegeben ist und das nie durch einen Zufall geschehen sein konnte. Und von dieser konnte ich auch meine Mitschüler überzeugen.

Durch meinen Onkel war nun das Problem gelöst und wir standen als „die wieder aufgestandene Klasse“  in den Schlagzeilen. 

Die Schule und das Unterrichtsministerium bedankten sich bei meinem Onkel und überreichten ihm ein Geschenk in einer Dankesfeier.

 

 

 

v „Er spannt über dem Leeren den Norden, hängt die Erde auf am Nichts.“                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

  • (Ijob: 26:7)

 

v „Er ist es, der über dem Erdenrund thront; wie Heuschrecken sind ihre Bewohner. Wie einen Schleier spannt er den Himmel aus, er breitet ihn aus wie ein Zelt zum Wohnen.“

  • (Jesaja: 40:22)

 

v „Vorzeiten hast du der Erde Grund gelegt, die Himmel sind das Werk deiner Hände. Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle zerfallen wie ein Gewand; du wechselst sie wie ein Kleid und sie schwinden dahin.“

  • (Psalm 102: 26-27)

 

Maria und Katharina, 04.01.2013