Es war eine Nacht, in der ganz Amerika weinte. Dieses Land war verzweifelt, denn es war zum gewalttätigsten Land mit den meisten Verbrechen geworden. Auch der Präsident war sehr erschüttert und traurig darüber, dass die Kriminalrate in seinem Land einen gefährlich hohen Wert erreicht hatte. Es lauerten überall Verbrecher und Räuber und nirgendwo war es sicher. Das Traurige hinter all dem war, dass die meisten Verbrechen von Jugendlichen gegen 17 Jahren ausgeführt wurden. Laut Sozialpädagogen lag die Wurzel des Problems an der nachlässigen und falschen Erziehung der Eltern. Der Präsident wollte sein Land wieder bergauf bringen und er hatte auch schon eine Idee dafür. Er plante viele Interviews mit den Sozialpädagogen zu machen, neue Bücher mit Ratschlägen bezüglich der Erziehung für die Eltern zu drucken und Kurse für die Eltern anzubieten. Neben all dem war seine Hauptaktion, den besten Vater und die beste Mutter auszuwählen und zu präsentieren als Vorbild und Motivation für alle anderen Eltern. Ganz Amerika verfolgte die Sendung mit großem Interesse. In einer Sitzung sollte der beste Vater an einem Tag und die beste Mutter an einem anderen Tag gewählt werden. Leute aus dem ganzen Land kamen, um ihre Eltern als die besten zu präsentieren. Die Sitzung fand im Gemeinderat statt mit vielen Journalisten und Kameraleuten. Noch dazu wurde alles live übertragen. Die Jury bestand aus 5 Experten. Am 1. Tag kamen Leute und präsentierten ihre Väter. Der eine Junge sagte: „Mein Vater ist der beste, denn er ist Nobelpreisträger in Chemie und Physik und hat das Land in der Wissenschaft weit gebracht.“Ein anderer meinte: „Mein Vater ist der beste, denn er ist ein berühmter Arzt, der sogar viele Operationen kostenlos durchgeführt hat. Er hat viele Organe erfolgreich eingepflanzt.“ Ein dritter rief: „ Mein Vater ist einer der reichsten Männer im ganzen Land und hat dazu beigetragen, die Arbeitslosenquote zu senken.“ Der Kellner, der die Jury immer mit neuem Wasser versorgte und sie auch sonst bediente, hatte Tränen in den Augen, die er zu verbergen versuchte. Einer von den Sozialpädagogen bemerkte das und verstand, dass das etwas mit der Sache zu tun haben musste. Also sprach er ihn an: „Willst du uns auch etwas über deinen Vater erzählen?“ An dieser Stelle brach der Kellner, der Thomas hieß, in Tränen aus. Als er sich wieder beruhigt hatte, begann er zu erzählen: „ Mein Vater hat so viel für mich getan. Und bei allem Respekt, ich muss sagen, dass mein Vater besser ist als all die, über die ich gerade gehört habe. Der, über den ich erzählen will, ist nicht mein leiblicher Vater, denn dieser starb mit meiner Mutter bei einem Unfall, als ich 11 Jahre alt war. Ich wäre ins Waisenhaus gekommen, doch der Mann, der jenen Unfall mit verfolgt hatte, hatte Mitleid mit mir und adoptierte mich. Sein Name war Martin. Obwohl er ein ziemlich armer Mensch war, nahm er mich wie sein eigenes Kind bei sich auf. Von da an sorgte er für mich und zog mich groß. Seine Liebe für mich war außergewöhnlich. Er verzichtete auf alles, meine Bedürfnisse, wie Kleidung, Nahrung und Bücher, gingen immer vor. Obwohl er viel arbeitete, verdiente er sehr wenig Geld. Trotzdem teilte er das Geld so auf, dass ich mit allem versorgt war. Seine große außergewöhnliche Liebe zu mir, bewies er als wir eines Tages unterwegs im Wald waren, um Pilze zu suchen und auf eine Räuberbande stießen. Sie nahm uns das wenige Geld, das wir hatten, doch als sie dann trotzdem nicht weglief, war uns klar, dass sie mehr als Geld wollte, nämlich unsere Organe, die sie teuer für Transplantationen verkaufen wollte. Diese Räuberbande war dafür bekannt und viele Leute waren ihr schon zum Opfer gefallen. Ich hatte Todesangst, doch dann hörte ich meinen Vater sagen: „Was wollt ihr mit diesem jungen Mann? Er ist krebskrank und seine Organe sind zu nichts zu gebrauchen.“ Ich war erstaunt, denn das war das erste Mal, dass er log. Die Räuber fielen darauf ein und sagten: „Na gut, dann nehmen wir eben nur dich.“ In diesem Augenblick schrie mein Vater: „ Thomas, lauf!“ Ich rannte so schnell ich konnte. Sobald ich Leute sah, rief ich um Hilfe und verständigte die Polizei. Nach einigen Wochen schaffte es die Polizei, die Bande zu fassen, doch für meinen Vater war es zu spät. Hier zeigte er seine unendlich große Liebe für mich, indem er sich für mich opferte, obwohl er nicht einmal mein leiblicher Vater war.“ Die anderen, die zuhörten, sagten: „ Er ist tatsächlich der beste Vater im Land.“ Alle, die ebenfalls die Geschichte hörten, egal ob Kameramann oder Zuschauer über Fernsehen in ganz Amerika, waren gerührt und mussten weinen. Dem Mann wurde große Ehre geschenkt und zum besten Vater des Landes erklärt.

Unser Herr Jesus Christus ist für alle Leute, sogar für die, die ihn kreuzigten, gestorben. Der Besitzer des Universums und alles, was es erfüllt, wurde im Stall geboren und ertrug, um uns zu retten, Spucken und Peitschen. Wir wollten ihn töten und trotzdem wollte und will er noch immer uns Leben geben. Unser Vater im Himmel ist ein echt außergewöhnlicher Vater. Wir sind froh, dass wir ihn haben und nun verstehen wir genau, was in der Bibel steht: Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!

 

Maria und Katharina 07.04.2012

 

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