Es ging um 7,3 Milliarden $, die der Onkel meines Vaters, Herr William, zu vererben hatte. Mit seinem riesigen Vermögen war er in Amerika sehr berühmt. Er war nicht nur sehr reich, sondern auch äußerst gescheit und wusste, wie man mit Geld umgeht. Als Erbe traten mein Vater und mein Onkel in Frage. Doch er wusste noch nicht, wie er das Geld unter ihnen verteilen sollte, deshalb beschloss er, an einem Tag meinen Onkel und am anderen Tag meinen Vater mit deren Familien zu treffen. So rief er eines Tages meinen Onkel an und sagte: „Treffen wir uns morgen in der Stadt Texas um 19 Uhr und wichtig ist, dass du dort pünktlich erscheinst.“ Mein Onkel war sehr aufgeregt, dass er diese Chance hatte und sein größtes Ziel war es, dort pünktlich zu erscheinen, denn es ging um ein Vermögen. Doch obwohl er extra früh wegging und alles gut vorbereitet hatte, tauchten überall unnatürliche, große, nicht zu erwartende Probleme auf. Und trotz seinen Bemühungen verpasste er das Treffen. Schimpfend berichtete mein Onkel meinem Vater darüber. Herr William war deswegen traurig.  Mein Vater war  sehr nervös und war immer bereit für einen Anruf von unserem Verwandten, dem reichen William. Doch mein Vater war ein bisschen in Sorge, immer wieder sagte er: „Herr William hat seine Büros in ganz Amerika verstreut. Wir sind hier in Texas, doch was, wenn er uns in Florida treffen will, das ganz weit weg ist.“  Meine Mutter beruhigte ihn immer: „Keine Sorge, du weißt, Herr William ist nicht nur reich, sondern auch gescheit und lieb. Er wird uns einen Treffpunkt sagen, den wir auch rechtzeitig erreichen können.“  Ein paar Wochen später rief Herr William in der Früh an und sagte: „Treffen wir uns um 20 Uhr abends in New Mexico, Towerstreet 5.“ Mein Vater war sehr aufgeregt und wollte sofort aufbrechen, obwohl noch genügend Zeit war, doch er wollte kein Risiko eingehen. In kürzester Zeit hatte er das Notwendigste vorbereitet und wir wollten uns auf den Weg machen. Doch auch für uns war die Reise wie verzaubert, wir wurden mit Problemen konfrontiert, die wir nicht erwartet hätten. Es fing an, als in unserem Treppenhaus betrunkene Jugendliche auf den Stiegen saßen und sich weigerten, uns auszuweichen. Als sie sich noch immer weigerten, gaben wir nach  und zwängten uns zwischen ihnen durch. Direkt nahmen  wir ein Taxi zum Bahnhof, doch auf den Weg dorthin hatte das Taxi eine Panne und wir mussten die letzen 2 km zum Bahnhof laufen. Als wir am Bahnhof ankamen, nahmen wir unseren ersten Zug. In diesem Zug begannen die Probleme von Neuen. Eine junge Frau belästigte meinen älteren Bruder. Sie wollten ihn überreden, mit ihr schnell Freundschaft zu schließen, doch mein Bruder wusste gleich, dass es keine Freundschaft  war, sondern eine Falle und er war gescheit genug, um nicht in diese Falle zu tappen. Für diese Falle war mein Bruder richtig erzogen worden. Als wir aus diesem Zug ausstiegen, sagten wir zueinander: „Diese Reise ist echt unnormal.“ Doch mein Vater beteuerte: „Genau diese Probleme müssen wir überwinden, denn wir haben ein großes Ziel.“ Und mit diesem Grundsatz versuchten wir auch viele andere Probleme zu lösen, z.B.: Im zweiten Zug stritt eine andere Familie mit uns um unsere Sitze.   Diese behauptete, wir haben ihre Sitze weggenommen, obwohl unsere Kartennummern etwas Anderes sagten. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, gaben wir nach und saßen uns woanders hin. Als wir ausstiegen, hielten wir Ausschau nach einem Taxi. Wir fanden eines und wollten schon einsteigen, doch auf einmal kam ein anderer Mann, der behauptete, dass er  dieses Taxi schon für sich angehalten hatte. Dieser Mann war sehr aggressiv und schrie uns dabei an. Mein Vater blieb geduldig und erklärte ihm höflich die Situation. Doch nun kam der Höhepunkt und  der Mann gab meinem Vater eine Ohrfeige. Nun konnte man sehen, wie mein Vater wütend und sein Gesicht rot wurde, doch bevor er irgendwas sagen konnte, schrie meine Mutter: “ Auch  genau das müssen wir überwinden, hey 7,3!“  So nickte mein Vater und versuchte, die Situation unbedingt friedlich zu lösen. In letzter Sekunde und außer Atem, trafen wir an unserem Ziel ein. Herr William hat uns bereits erwartet und war sehr stolz auf uns. Wir sagten ihm:  „Es war eine Reise voller Probleme, mein Vater hatte sogar eine Ohrfeige bekommen!“ Auf einmal sahen wir diesen Mann, der meinem Vater die Ohrfeige verpasst hatte, in der Villa des Herrn  Williams. Schließlich verriet  Herr William uns sein Geheimnis: „Genau diese Probleme habe ich geplant. Meine Erben müssen nämlich einen bestimmten Charakter haben, denn es geht um viel Geld. Meine Angestellten haben mir den ganzen Weg über euch berichtet, wie ihr euch in den jeweiligen Situationen verhalten habt. Und ich kann sagen, ich habe nur Gutes über euch gehört.

Mit Freude zeigte Herr William uns sein Testament. Sein Vermögen war echt groß. Da rief wir alle: „Genau das war unser Ziel.“

 

Unser lieber, barmherziger Herr Jesus Christus hat keine Zeit und Lust, uns in Problemen und in Schwierigkeiten zu sehen. Doch er meint immer damit, dass wir das Richtige lernen und so geistig und seelisch immer wachsen.

Wenn der Verlust von 7,3 Mrd.$ wehtut, wie schmerzhaft wäre es dann, wenn wir den unendlichen Schatz für immer verloren hätten?

Jetzt kann man den biblischen Vers „Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin“ besser verstehen und so müssen wir unsere Probleme und Schwierigkeiten anders betrachten.

Maria und Katharina 21.05.2012

 

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