Dein Wille geschehe

Eine Predigt von S.H. Papst Shenouda III

 

Inmitten dieser turbulenten Welt, in der niemand weiß, was morgen passieren könnte, würde ich gerne mit euch über einen Ausdruck sprechen, der auch im Gebet des Herrn vorkommt: “Dein Wille geschehe”. Oh Herr, wir wissen nicht was morgen kommt, und Du hast uns gelehrt: “Sorgt euch also nicht um morgen” (Matt 6:34). Wir wissen nicht was der morgige Tag mit sich bringt, aber wir wissen ganz genau, dass der morgige Tag in Deinen Händen liegt. Die Zukunft liegt in Deinen Händen und nicht in den Händen der Menschen. Auch die Menschen sind in deinen Händen. Du, oh Gott, bist der Allmächtige, der Pantokrator. Alles in der Welt ist unter deiner Kontrolle und alles liegt in deiner Macht. Du überprüfst alles auf der Welt. Und wir vertrauen auf Deinen Willen. Denn Gottes Wille ist immer ein guter und weiser Wille, ein Wille voller Liebe und Fürsorge. Darum sagen wir zu Gott in allen Situationen: “Dein Wille geschehe”. Der erste Wille Gottes bezüglich uns Menschen war der Wille der Erschaffung. Er erschuf die ganze Welt durch Seinen Willen. Er sprach: “Es werde Licht. Und es wurde Licht.” (Gen 1:3) Und Er sagte: “Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen.” (Gen 1:20) Und so war es. Nachdem Gott Seinen Willen in der Schöpfung vollendete, sah er alles an und, in der Tat, es war sehr gut. Ebenfalls ist der Wille Gottes bezüglich des Menschen, der Wille der Vergebung, denn “Du willst nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe.” (im Bittgebet der Agpeya). Gottes Wille in unserer Behütung/Seinem Schutz ist sehr tröstend und beruhigend für uns: “Der Herr behüte dich vor allem Bösen, er behüte dein Leben. Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, von nun an bis in Ewigkeit.” (Psalm 121:7-8). Betrachten wir hierzu auch Jakob: Als Jakob auf der Flucht war vor seinem Bruder Esau, der sagte: “dann werde ich meinen Bruder Jakob umbringen.” (Gen 27:41), erschien ihm Gott auf dem Weg und sagte ihm: “Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst, und bringe dich zurück in dieses Land.” (Gen 28:15). Ein wunderschönes Versprechen, das jeder für sich selbst nehmen kann. Gott sagt das nicht nur zu Jakob als eine Art von Bevorzugung - Nein, das ist an uns alle gerichtet! Gott sagte sogar mehr als das zu Josua, Er sagte ihm: “Niemand wird dir Widerstand leisten können, solange du lebst.” (Josua 1:5). Ebenfalls sprach Gott zum Apostel Paulus, als er in Korinth war, und sagte ihm: “Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! Denn ich bin mit dir, niemand wird dir etwas antun.” (Apostelgeschichte 18:9-10). Das sind alles wunderschöne Aussagen. Gott ließ zu, dass der Hl.Petrus ins Gefängnis kommt und durch ein Wunder das Gefängnis wieder verließ. Die Menschen wunderten sich: Ist das nicht Petrus? Ist er nicht im Gefängnis gefangen? Wie kann es dann sein, dass er mitten unter uns in der Synagoge ist? 

Hier gibt es einen wichtigen Punkt. Lukas, der Evangelist, schrieb es nicht in seinem Buch “Apostelgeschichte” und ließ uns darauf rückschließen: Nämlich dass Petrus, während er im Gefängnis war, der gute Wille Gottes und die Gnade Gottes mit ihm waren. Und dann sagte Gottes Wille: Petrus soll aus dem Gefängnis rauskommen und sich den Leuten in der Synagoge zeigen. Diese Tatsache müssen wir wissen und uns vor Augen halten: Jeder Mensch, sogar wenn er im Gefängnis ist, hat Gottes guten Willen bei sich. Auch die Jünger von Jesus waren in einem Schiff im stürmischen Meer, die Wellen erhoben sich über sie und sie hatten Angst zu sterben. Sie vergaßen einen berühmten Vers, der sagt: “Du beherrschst das ungestüme Meer; wenn sich seine Wogen erheben, so stillst du sie.” (Psalm 89:10). Gott kam zu ihnen und befahl dem Meer still zu sein und die Jünger überlebten. All diese Wunder und Geschehnisse wurden aufgeschrieben, um uns zu versichern, dass wir uns niemals fürchten sollen. Glaubt mir, hinter allen Geschehnissen steckt Gottes guter Wille, von Anfang an. Von Anbeginn, als Gott Adam und Eva vom Paradies vertrieb. Dann könntest du mich fragen: “Und was genau gefällt dir daran?”. Gottes guter Wille steckte dahinter! Denn wenn das nicht passiert wäre, dass Adam und Eva aus dem Paradies verbannt wurden, dann würde es uns nicht geben. Denn im Paradies hätte es keine Empfängnis gegeben. In dem sie also rauskamen, wurde die heutige Welt geformt und es war ein Segen für uns. Sogar der Verrat von Judas an Jesus: Eines der Konsequenzen davon war die Verhaftung von unserem Herrn Jesus Christus und die Erlösung. Sogar die Häretiker: Als Arius seine Häresie äußerte, war es Gottes guter Wille, dass Er im Herzen und im Verstand vom Hl.Athanasius dem Großen sprach und er so sein berühmtes Buch “Contra Arius” schrieb: ein Buch gegen die Ideen und Gedanken von Arius. Er stand im Konzil von Nicäa und antwortete auf jede Missinterpretation von jedem Vers. Jetzt haben wir einen Schatz vom richtigen Verständnis dieser Verse. Wenn das in der Vergangenheit nicht passiert wäre, würden wir jetzt darunter leiden. Alles wäre missverstanden und wir hätten alles falsch erklärt bekommen. Es kam soweit, dass der Hl.Augustinus einmal sagte: “Ich danke den Häretikern, weil ihr Missverständnis der Heiligen Schrift uns dazu brachte, dass wir uns noch mehr und genauer mit der Bibel befassen, damit wir die wahren Bedeutungen verstehen und alle Missinterpretationen abklären können.” 

Das Wichtige ist, zu wissen, dass Gottes Gnade jedes Problem überdeckt und wir mit einem guten Abschluss hervorkommen werden. Du könntest mich jetzt fragen: “Was hältst du von den Angriffen auf Christen?” Was für Angriffe? Schau dir einmal diese schöne Aussage in den Psalmen an: “Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen;” (Psalm 124:7) Nicht nur von einem Jäger sondern von mehreren und das ist nur ein kleiner, einfacher Vogel. Das Netz ist zerrissen und wir sind befreit. Wie ist das passiert? Durch Gottes guter Wille. Deswegen sagen wir, wenn wir ein Netz oder eine Falle in unserem Leben sehen: “Dein Wille geschehe”. David geriet unter der Verfolgung von Saul. Er verfolgte David von einer Stadt in die andere und von einem Berg zum anderen, aber Gottes guter Wille überwältigte Saul, genauso wie Abschalom. Gottes guter Wille ließ auch den Rat von Ahitofel misslingen. Deswegen sagt David in Psalm 2: “Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.” (Psalm 2:2). Was sollen wir mit ihnen machen? “«Lasst uns ihre Fesseln zerreißen / 

und von uns werfen ihre Stricke!»” (Psalm 2:3). Und Gottes guter Wille sagt: “Doch er, der im Himmel thront, lacht, der Herr verspottet sie.” (Psalm 2:4). Na und, dann lasst uns ihre Fesseln zerreißen. Gott ist gewaltig und das ist nur etwas lächerliches, kleines für Ihn.


Im Leben unseres Vaters Jakobs sehen wir, wie Gottes Wille geschieht/funktioniert. Seit dem seine Mutter mit ihm schwanger wurde, also noch bevor er geboren wurde, sagte Gott zu ihr: “Zwei Völker sind in deinem Leib, zwei Stämme trennen sich schon in deinem Schoß. Ein Stamm ist dem andern überlegen, der ältere muss dem jüngeren dienen.” (Gen 25:23). Er wurde noch nicht geboren und bekommt ein Versprechen, dass der Ältere ihm dienen wird. Und tatsächlich, so wie in Römer 9 über Rebekkas Kinder steht: “und ihre Kinder waren noch nicht geboren und hatten weder Gutes noch Böses getan;” (Römer 9:11) und Gott wählte Jakob aus, nicht Esau. Gott liebte Jakob also noch bevor er geboren wurde und blieb weiter mit ihm. Dann passierte aber etwas: Jakob verliebte sich in Rahel und ging zu ihrem Vater, der sein Onkel war, um ihn zu fragen ob er sie heiraten darf. Ihr Vater war einverstanden, unter der Bedingung, dass Jakob sieben Jahre für ihn arbeitet. Damals gab es noch keinen Strom wie heute. Am Hochzeitstag, als er zu seiner Braut ging, sah er, dass es Lea war und nicht Rahel. Es war nur Lea, die Schwester von Rahel, die nicht so schön war wie Rahel. Jakob schätze deswegen Lea nicht sehr. Durch Gottes guten Willen ist aber Lea diejenige, die Jakob die tollsten Kinder auf der Welt bringt. Es ist Lea, die ihm Juda gebären wird, der dann der Stamm der Könige sein wird und aus dessen Geschlecht, unser Herr Jesus Christus kommen wird. Von Lea, nicht von Rahel! Lea wird ihm auch Levi gebären, der Stamm des Priestertums und aus seinem Geschlecht werden Aaron und Aarons Kinder kommen. Lea hat ihm insgesamt sechs Kinder geboren. (Gottes Wille sagt:) Du, mein geliebter Jakob, weißt nicht was gut für dich ist. Das Gute für dich ist bei Lea. Rahel blieb für eine lange Zeit ohne Kinder. Es ging so weit, dass sie eines Tages zu ihm sagte: “Verschaff mir Söhne! Wenn nicht, sterbe ich.” (Gen 30:1) Da wurde er zornig und schrie sie an, das war das erste mal für Jakob. Er sagte ihr: “Nehme ich etwa die Stelle Gottes ein, der dir die Leibesfrucht versagt?” (Gen 30:2). Wir kennen Gottes Wille nicht. Es kann sein, dass Gottes Wille durch Lea und nicht Rahel erfüllt wird. Unsere Aufgabe ist es: Immer auf Gott zu schauen und Ihm zu sagen: “Oh Herr, nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe”. Du weißt was das Beste für mich ist, mehr als ich es für mich selber weiß. Die Bitterkeit, die Gott für mich auswählt, ist besser als der Honig, den ich für mich selber auswähle. Das ist die Art, mit der wir an Gottes Willen festhalten.


Wir sprachen über Gott und wie Er Seinen guten Willen erfüllt. Nun will ich mit euch über unseren Standpunkt gegenüber Gottes Willen sprechen. Gott kam zu Abraham und sagte ihm: “Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.” (Gen 12:1). Wo ist dieses Land? Es ist nicht seine Aufgabe zu fragen, Gott wird ihn dorthin führen. Und Abraham verließ tatsächlich alles und ging fort, unwissend wohin er geht. Abraham gehorchte Gott und sagte: “Dein Wille geschehe”. Gott sah sein Gehorsam und bat Abraham ein anderes mal um etwas noch schwierigeres: “Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.” (Gen 22:2). Seinen Sohn, seinen einzigen Sohn, den er liebt, als Brandopfer darbringen. Das ist etwas ganz schwieriges. Und dennoch: “Dein Wille geschehe Gott”. In der Bibel steht: “Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte.” (Gen 22:3) Und als sie beinahe ankamen, sagte er zu seinen Knechten: “Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück.” (Gen 22:5). Das zeigt Abrahams Glaube, dass beide wieder zurückkommen würden. Er weiß, dass er Isaak als Brandopfer darbringen wird, wie werden sie also beide wieder zurückkehren? Und im kritischen Moment sagte Gott zu ihm: “Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide!”. Als Gott die Reinheit seines Herzens und seinen Gehorsam sah und dass er sagt “Dein Wille geschehe”, sogar bis zur Aufopferung seines Sohnes, sagte Gott zu Abraham: “Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast, will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand.” (Gen 22:16-17). Das ist das Ergebnis von “Dein Wille geschehe”. 

Ein weiteres Beispiel ist Josef. Josef ist ein sehr, sehr geliebter Sohn gewesen. Gott erschien ihm auf vielen Weisen und sein Vater schenkte ihm einen bunten Mantel und alles war perfekt. Was passierte dann? Seine Brüder nahmen Josef, warfen ihn in einen Brunnen, verkauften ihn als Sklave, er gelangt als Sklave zu Potiphar und blieb aufrichtig und treu, bis Gott ihm alles was er tut gelingen ließ und ihm in allem Erfolg schenkte. Danach geriet Josef in eine Verschwörung gegen ihn, durch die böse Frau von Potiphar, die verursachte, dass Josef unschuldig ins Gefängnis geworfen wird. All das ist geschehen und er ist still..”Dein Wille geschehe”. Gott sagt ihm oder sagt eher uns: “Schau Josef, Ich sage dir die Wahrheit über Meinen guten Willen dahinter. Ich will, dass du der Führer von ganz Ägypten bist, derjenige der alles leitet und kontrolliert. Aber Ich werde dich zu all dem führen, in dem du ins Gefängnis kommst und dort auf zwei Diener des Pharaos triffst, damit du ihnen ihre Träume deutest. Wenn dann der Pharao einen Traum hat, den keiner von den weisen Männern interpretieren kann, erzählt ihm einer von den Dienern, dem du seinen Traum gedeutet hast, von dir und der Pharao dich holen lässt. Dein Aufenthalt im Gefängnis war also Teil von Meinem guten Willen, weil du dadurch zum Pharao kommen konntest und so der Zweithöchste im Königreich wurdest. Aber damit du zum Gefängnis kommst, erlaube ich dieser betrügerischen Frau von Potiphar, dass sie falsch gegen dich aussagt. Ich erlaube es, dass sie soweit kommt. Und sie sagte zu den Leuten (nach dem Josef nicht mit ihr Sünde begehen wollte): “da habe ich laut geschrien” (Gen 39:14). Sie log und spielte allen ein Drama vor. Und damit diese Frau zu dieser Idee kommt, habe Ich dir ein schönes Aussehen geschenkt. Und damit du überhaupt zu dieser Situation kommst, musstest du als Sklave an Potiphar verkauft werden.” Wow! Diese ganze Geschichte lief nach Gottes gutem Willen ab, bis Josef zum Palast des Pharaos kam?! Wie hätte er denn sonst zum Pharao gelangen können? Stellen wir uns mal vor, keiner dieser Probleme wäre Josef zugestoßen. Er wäre einfach ein Hirte für die Tiere in der Wildnis geblieben. Das war’s. Und so hätte er sein Leben verbracht, als Hirte für Tiere. Gottes guter Wille bewirkt Gutes in vielen verschiedenen Weisen. Er nutzt jede Weise und jeden Weg um dir Gutes zu bingen. Genauso geschah es mit Josef, weil er immer sagte: “Dein Wille geschehe”. Mehr noch als Josef: Die Hl.Jungfrau Maria. Die Hl.Maria wollte am liebsten ihr ganzes Leben im Tempel bleiben, aber die Zeit kam wo sie ihr sagten, dass sie den Tempel verlassen muss. “Dein Wille geschehe” und sie verließ den Tempel. Sie wollte ihr Leben in Jungfräulichkeit leben und tatsächlich verbrachte sie auch ihr Leben als Jungfrau. Aber der Engel kam und sagte ihr, dass sie einen Sohn gebären wird. “Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?” (Lukas 1:34) Und der Engel sagte ihr, dass Gott es so will und der Heilige Geist über sie kommen wird. Und sie sagte: “mir geschehe, wie du es gesagt hast.” (Lukas 1:38), was so viel bedeutet wie: “Dein Wille geschehe”. Elisabet wollte sehr gerne einen Sohn haben, aber sie blieb unfruchtbar bis ins hohe Alter und wurde eine Schande für die Leute und ihre Familie. Aber Gott will ihr sagen: “Sei nicht traurig, Mein guter Wille ist es, das ich es verschieben und dich lange warten lasse” Warum? Damit der Sohn, den sie gebären wird, die Lebenszeit von Jesus Christus erleben kann und Sein auserwählter Bote ist, der für Ihn den Weg vorbereiten soll. Über ihren Sohn wird Jesus sagen: “Unter allen Menschen gibt es keinen größeren als Johannes” (Lukas 7:28). In der Tat, oh Herr, Dein Wille geschehe!
Es gibt auch Personen, die Gottes Willen durchkreuzen und Ihm nicht gehorchen, so wie der Prophet Jona im Bauch des Wals landete und dort blieb bis der Wal ihn raus ließ, damit er trotzdem Gottes Wille erfüllen soll. Während Jona Gottes Willen nicht erfüllt hat, erfüllte die ganze Natur den Willen Gottes. “Komm Wal, und schluck Jona! .. Dein Wille geschehe Gott.. Iss ihn nicht von drinnen.. Dein Wille geschehe Gott.. Lass ihn wieder raus.. Dein Wille geschehe Gott.. Komm Sonne, berühr die Pflanze, damit sie verbrennt.. Dein Wille geschehe Gott”. Die Natur gehorcht Gott also jederzeit. Der einzige Sturkopf, der Gott widerspricht, ist der Mensch! Aber nicht jeder Mensch; ein heiliger Mensch erfüllt Gottes Wille. Und noch vor den Menschen, sind die Engel. Die Engel, über die im Psalm geschrieben steht: “die seine Befehle vollstrecken, seinen Worten gehorsam!” (Psalm 103:20). Keine Verschiebung, keine Verspätung und ohne Diskussion. Nicht nur bei schönen Aufgaben, wie jemanden gute Nachrichten zu überbringen, sondern auch bei anderen Befehlen, so wie den Befehl alle Erstgeborene zu töten, vom Sohn des Pharaos bis hin zum Sohn der Magd - “Ja Gott, dein Wille geschehe”. Oder der Befehl die Armee von Sanheribs, 135000 Mann zu töten. “Ja Gott, dein Wille geschehe” - der Engel diskutiert und argumentiert nicht mit Gott. Das ist die Art der Engel. Wenn ihr also wie Engel leben wollt, dann sagt immer zu Gott: “Dein Wille geschehe”. Und tut nicht das gleiche wie die Frau von Ijob, zu der Ijob sagte: “Wie eine Törin redet, so redest du.” (Ijob 2:10)

 

www.kopten.at
Predigten S.H. Papst Schenouda III