JUGENDCAMP DER ANTIOCHENISCH ORTHODOXEN KIRCHE IM KLOSTER OBERSIEBENBRUNN

 

Erzpriester Nikola von der Antiochenisch orthodoxen Kirche in Wien organisierte in den Semesterferien einen zweitägigen Aufenthalt für die Jugendlichen der Gemeinde im koptischen Kloster St. Antonius in Obersiebenbrunn.
Gemeinsam wurde gebetet und es wurden christliche Lieder einstudiert. Auch in arabischer Sprache wurden Gebetstexte geübt.      
Die Kinder hatten großen Spass beim gemeinsamen Basteln. Besondere  Freude hatten die Teilnehmer beim musizieren. Dabei konnten Groß und Klein ihr musikalisches Talent unter Beweis stellen.
Das Jugendcamp brachte eine erfrischende Atmosphäre in die historischen Schlossmauern, begeisterte die Kinder und stärkte sie in ihrem Glaubenstehung Christi (russisch, Voskresenie).
Die Vorbereitung auf Ostern dauert zehn Wochen. Es ist dies die so genannte Triodionzeit. Alle  Gottesdienste von der Osternacht bis zum Sonntag aller Heiligen (eine Woche nach Pfingsten, Pentikostarionzeit) bringen die Freude der Auferstehung Christi, den Glauben des Sieges über das Böse ganz deutlich zum Ausdruck.   
Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat nur unser Heiland Jesus Christus gesagt:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Joh  11,25).  
Während Seines irdischen Lebens erweckte Er nur Jairus‘ Tochter, den Sohn der Witwe von Nain, und seinen Freund Lazarus von den Toten.  
Und doch erweckte Er unzählbar  viele Seelen. Er offenbart,  dass Er die Auferstehung und das Leben ist. Er, der Auferweckende und Lebenspendende.
Die Bezeichnung „Pascha“ oder „Pesach” ist ein jüdisches Wort und heißt übersetzt „Übergang”. Die christliche Kirche sieht im jüdischen Pesachfest den Vorläufer ihres christlichen Osterfestes, d.h. des Übergangs vom Tod zum Leben, von der Erde in den Himmel, und hat von den Juden den Namen des Festes übernommen. Das wird ganz deutlich  durch  die  Worte  „mit  Seinem  Tod hat Er den Tod besiegt, und denen, die  in  den  Gräbern  waren,  das  Leben  geschenkt“  (Ostertroparion)  zum  Ausdruck gebracht.
Durch  Seine  Auferstehung  hat  unser   Erlöser   die   menschlichen   Hände  gehalten. Bleiben wir als Christen immer an der Hand des Auferstandenen? Leben wir  als  orthodoxe  Christen  immer  und  überall in der Auferstehungsperspektive?
Bischofsvikar Dr. Nicolae Dura

Wir würden uns freuen, wenn wir wieder ein solches oder ähnliche
Aktivitäten in den Mauern des Klosters erleben könnten. Kinder und
Jugendliche sind unsere Gegenwart, Zukunft und Träger unserer Vergangenheit in der Einheit unseres Glaubens.
Unser aufrichtiger Dank gilt unserer Schwesterkirche der koptischen Gemeinde
Erzpriester Nikola Wahbeh

 

Bischof Gabriel, das Oberhaupt der koptischen Kirche in Österreich, hat sich persönlich um eine Präsentation des koptischen Museums bemüht und hielt einen sehr aufschlussreichen
Vortrag über die Geschichte des koptischen Christentums.
 
DAS KLOSTER ZUM HEILIGEN ANTONIUS IN OBERSIEBENBRUNN
 
 

Im November 2001 wurde das ehemalige Jagdschloss von der koptisch-orthodoxen Kirche erworben und ein Kloster mit Gemeindezentrum errichtet.

Am 9. November 2014 wurde das koptische Museum im Kloster von Papst S.H. Anba Tawadros II. und Bischof Anba Gabriel eröffnet.

 
 
Adresse:
Marktplatz 1
Obersiebenbrunn