Geburtsort und Märtyrertodesort ist in Alexandria in Ägypten.

Ihr Kloster in Sinai, in Ägypten, ist vermutlich

das älteste Kloster der Welt.

Am Ende des 3.Jh. wurde  Katharina in Alexandria geboren. Ihre Eltern waren reich und christlich, die ihre Tochter auch christlich erzogen. Katharina liebte es bereits in jungen Jahren, die Bibel zu lesen und an Christus zu denken. Deswegen entwickelte sie später ein besonderes Interesse für die Geisteswissenschaften Philosophie und Theologie. Das Einzige, das ihr fehlte, war die Taufe.

Bezüglich dieses Problems hatte sie einen Traum, in dem sie die Mutter Gottes und Christus in ihren Armen sah. Sie hörte die Hl. Jungfrau zu ihm sagen: „Achte auf sie!“ Doch Jesus Christus wandte den Blick ab und antwortete: „Sie ist nicht schön. Sie hat noch keine Taufe!“

Katharina verstand sofort die Botschaft aus diesem Traum und ging gleich zu ihren Eltern und verlangte: „Ich will und muss getauft werden.“ Daraufhin gingen sie zum Bischof der Stadt und sie bekam die Heilige Taufe. Nach dieser Tat hatte sie wiederum denselben Traum, doch diesmal wandte Jesus Christus den Blick nicht ab, sondern er steckte ihr einen Ring an den Finger. Auch als sie aufwachte, erblickte sie denselben Ring am Finger. Das war ein besonderes Erlebnis für Katharina.

Von da an war sie so überzeugt von ihrem Glauben und fest gestärkt und wollte ihn unbedingt verbreiten. Sie sah sich selbst als Braut und Tochter Christi, weshalb sie auch jede Heirat ablehnte. Stattdessen konzentrierte sie sich besonders aufs Lernen und Studieren in der Alexandria Schule, in der Origanus unterrichtete,  über Philosophie und Theologie. Diese Fächer interessierten sie sehr und während ihres Studiums entwickelte sie sich zu einem Profi in diesen Gebieten.

Der Kaiser zu ihrer Zeit, Kaiser Maximinus, der ein Römer war, jedoch hasste Christen und ließ sie verfolgen. Eines Tages plante der Kaiser eine Veranstaltung, zu der alle verpflichtet waren, zu kommen. Die Christen in dem Land waren besorgt und hatten Angst, da sie nichts Gutes vorahnten, doch Katharina war fest im Glauben und dem Kaiser gegenüber furchtlos. Sie ging mutig zu dem Kaiser und fing mit ihm ein Gespräch an: „Ich bin Katharina und bin Christin und glaube nicht an Götzen. Wie kannst du Steine anbeten?“ Bevor der Kaiser antwortete, ließ er seine Philosophen holen um mit ihr darüber zu diskutieren. Die fragten: „Wie kannst du an etwas glauben und etwas anbeten, das du nicht siehst?“ Sie antwortete: „Wenn du glaubst, dann siehst du, nicht wenn du siehst, dann glaubst du. An etwas zu glauben, das du nicht siehst, ist eine noch stärkere und tiefere Gläubigkeit. Menschen, die nur glauben, wenn sie sehen sind schwachgläubig.“ Die Philosophen fragten weiter: „Wir haben lange deine Religion studiert und wissen, dass ihr auch drei Götter anbetet: Den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.“ Sie antwortete: „Dann habt ihr meine Religion falsch verstanden, denn wir haben nur einen einzigen wahren Gott. Er besteht aus dem Vater, Sohn und Heiligen Geist, doch es sind drei in einem. Sowie jeder von uns einen Körper, einen Geist und eine Seele hat, die wir aber nur als eine Person anerkennen.  Der Vater hat den Sohn auf die Erde geschickt, damit er für die Sünde der Menschheit stirbt und uns somit erlöst, deshalb sind wir ihn so dankbar und lieben ihn so sehr, da er die wahre Liebe zu uns am Kreuz gezeigt hat.“  Doch die Philosophen erwiderten: „Was ist das für ein Gott, der stirbt, Götter sind unsterblich.“ Sie sagte: „Er ist als Mensch gestorben aber seine Gottheit, die ihn nie verlassen hat, hat ihn nicht sterbend gelassen, sondern hat ihn am dritten Tag auferweckt.“ „Und welche Rolle hat der Heilige Geist,“ fragten sie weiter. „Er ist immer präsent und wirkt in jeden Christen, um große Taten für ihn zu vollbringen. Durch ihn haben die Apostel die Evangelien geschrieben und das Christentum weit verbreitet,“ antwortete sie selbstsicher. Sie sprach noch lange selbstsicher und ohne Zögern weiter, bis die Philosophen selbst ganz überzeugt gezwungen waren zu sagen: „Du hast uns überzeugt, deine Religion ist die richtige Religion und dein Gott ist der einzige wahre Gott. Wir wollen ihn auch anbeten.“ „Der Kaiser sagte: „Was hör ich da, ihr verlässt die Götzen, ich werde sie rächen.“ Dafür wurden sie dann verbrannt.

Auch Katharina ließ er nicht so einfach gehen. Denn er sagte: „ Du bist eine starke, mutige und entschlossene Frau, wenn du dich mit genau so einer Überzeugung für die Götzen einsetzt, wärst du für mich eine gute Frau. Doch sie erwiderte: „Ich bin die Braut von Jesus Christus und werde ihn nicht verlassen.“ Sie lehnte somit ab. Doch der Kaiser wurde wütend und wollte, dass sie nachgibt. Er ließ sie peitschen und dann ins Gefängnis werfen. Sie war stark verwundet und es war nicht sicher, ob sie die Nacht überleben würde. Der Kaiser ging darauf in ein anderes Land, doch seine Frau blieb.

In jener Nacht aber träumte die Frau des Kaisers, Kaiserin Fusta, von der Heiligen Katharina. In ihrem Traum saß die Heilige in königlichen Gewändern vor ihr und bat sie, sich neben sie zu setzen. Als sie aufwachte, war ihr klar, dass diese Person, die jetzt im Gefängnis saß, eine besondere war. Sie musste sofort zu ihr gehen und sie sehen. So holte Kaiserin Fusta die Schlüssel zur Gefängnistür und ging beim Gefängniswärter vorbei hinein.

Der Anblick der Heiligen versetzte die Kaiserin in Staunen. Das letzte Mal, als sie Katharina sah, war sie stark verletzt und hatte überall Wunden und Flecken. Nun war ihr Körper makellos ohne jene Verletzung und völlig geheilt. „Wer hat dich geheilt?“ fragte sie. „Mein Gott, Jesus Christus, er kommt zu uns in unseren Nöten und lässt seine Diener nie im Stich“, antwortete sie. „Dein Gott muss wahrlich mächtig sein, ich habe noch nie so ein Wunder von meinen Götzen erlebt!“, sagte die Kaiserin staunend. Sie fügte hinzu: „Ich bewundere deine Ausdauer und deine Willenskraft, wie schaffst du das nur? Wie hast du es geschafft, trotz deiner Schmerzen, deinen Glauben nicht aufzugeben?“ Katharina antwortete: „Ich bekomme Kraft und Hilfe von Gott, denn da ich seinetwegen Schmerzen erleide und natürlich, weil er uns liebt, lässt er mich nicht im Stich.“ „Bist du sicher, dass du nicht nur aus Angst deinen Glauben behältst, dass dein Gott sich an dir sonst rächen könnte?,“ fragte die Kaiserin weiter. „Mein Gott kennt keine Rache auch, wenn wir uns von ihm abwenden. Stattdessen versucht er, uns wieder auf den richtige Weg zu bringen,“ gab Katharina zur Antwort. „Dein Gott und seine Liebe, von der du mir gerade erzählt hast, faszinieren mich,“ sagte die Kaiserin. So begannen die Kaiserin und der Gefängniswächter sich zu bekehrten gläubig zu werden.

Als der Kaiser wieder heimkehrte, sah er ebenfalls, dass seine Gefangene wieder ganz geheilt war. Wieder wollte er die Hl. Katharina heiraten, doch diese lehnte wiederum ab. Als Strafe wollte er mit einer bestimmten Maschine ihren Körper zerschneiden. Die Kaiserin setzte sich aber für sie ein und verteidigte sie, indem sie sagte: „Nein, lass sie! Bete stattdessen auch zu Jesus Christus, denn er ist der einzige, wahre Gott!“ „Du, auch,“ fragte der Kaiser empört. „Ja, denn ich habe den richtigen Weg gefunden und ich wünsche mir für dich, dass du ihn auch findest,“ antwortete die Kaiserin selbstsicher und ohne Angst. Nun wusste der Kaiser Bescheid, dass seine Frau Christ geworden ist und ließ sie und den Gefängniswärter köpfen. Der Kaiser gab nicht auf und wollte sie wieder heiraten, doch die Heilige Katharina sagte: „Dein Herz ist so kalt. Du hast deine Frau, Fusta, töten lassen!“ „Mein Herz ist nicht kalt. Ich habe nur so gehandelt, wie es der Ehre der Götzen entspricht. Meine Frau hat sie verlassen und ich habe sie nur gerächt, “ antwortete er.

Daraufhin sollte die Heilige gerädert werden, doch durch ihre Gebete brach das Rad und tötete stattdessen ihre Folterer. Schließlich wurde sie am 25.Februar.307 geköpft. Ihr Körper wurde in Siena begraben und dort entstand ein Kloster, das ihren Namen trägt.

Die Attribute ihres Bildes sind die Märtyrerkrone, der Palmenzweig, ein Buch und das Rad.

Ihre Gebete und ihr Segen seien mit uns, Amen.

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