Die Sonntagsschule ist ein wichtiger Bestandteil der Kindheit eines jeden Kopten.

Schon im Kindergartenalter besuchen unsere Kinder die Sonntagsschule und lernen dadurch Gott und unsere Kirche mit all ihren Riten, Festen und Glaubensgrundsätzen kennen.

 

Angefangen hat alles am Anfang des 20.Jahrhunderts mit dem (mittlerweile heiliggesprochenen) Erzdiakon Habib Gerges, welcher einen Mangel an Unterricht der Lehre der koptischen Kirche feststellte und daher die Sonntagsschule ins Leben rief.

Sie sollte die jungen Kopten in ihrem Glauben unterrichten und sie mit ihrem liebenden Gott und ihrer Kirche schon in der Kindheit in Verbindung bringen. Dieses Konzept verbreitete sich anfangs in Ägypten und dann auch im Ausland. Mittlerweile gibt es in jeder koptischen Gemeinde Sonntagsschulklassen für die verschiedensten Altersgruppen.

Die meisten Sonntagsschulen fangen unmittelbar nach der Messe im Kirchengebäude bzw. In einem Gebäude am Kirchengelände statt und dauern circa eine Stunde. Schon für Kinder ab 3 Jahren finden Sonntagsschulen statt. Die Sonntagsschulgruppe wird nach zwei Jahren gewechselt, indem in die nächste oder auch höhere Sonntagschulgruppe ,,aufgestiegen’’ wird, damit immer altersgerechte Lektionen ermöglicht werden können. Ab der 9.Schulstufe (circa ab 15 Jahren) gibt es sogenannte Jugendversammlungen, in denen meist Priester die Vortragenden sind.

 

Neben lehrreichen Lektionen sind Spiele und Gesang auch Teil der Programme. Ausflüge, Karnevale und Feiern sind natürlich auch mit dabei. Außerdem fahren die Sonntagsschulgruppen (hauptsächlich in den Weihnachts- und Sommerferien) auf kleine Konferenzen, die meist in unserem Kloster in Obersiebenbrunn stattfinden. Diese Versammlungen dienen einerseits der Stärkung des Miteinanders und andererseits des spielerischen und vielfaltigen Lernens, welches durch Gruppenarbeiten, Diskussionen und kleinen Projekten verwirklicht wird. Die Kinder genießen es immer wieder miteinander wegzufahren, Spaß zu haben und die verschiedensten, aktuellen Themen zu bearbeiten.

 

So  kümmert sich die Kirche durch Lehre, Spiel und Spaß um ihre Kinder und ihre Jugend und bindet sie sowohl an Gott als auch an die Kirchengemeinde, die ihnen immer mit offenen Armen entgegensteht.