Ambrosius von Mailand preist Maria ob ihrer Güte, ihres Schweigens, ihrer Zurückhaltung in der Rede, im Leben, ob ihres jungfräulichen Eifers, einen unbefleckten Ruf zu bewahren, ob ihrer Bescheidenheit, ihr Bemühen, die Heilige Schrift zu lesen, ob ihres Respekts vor den anderen, ob ihres Fleißes und ihrer besonderen Art des Glaubens und der Gottesverehrung; und schließt wie folgt seine Ausführungen: „So habt denn vor Augen das Leben der Jungfrau Maria als einem Bild, von dem wie von einem Spiegel das Leuchten der Reinheit und das Urbild der Tugend zurück erscheint.“

Im 2. Jahrhundert sagt der große Origenes: „Es wäre unziemlich, andere als die Jungfrau (Maria) mit dem Attribut „Erstling christlicher Jungfräulichkeit“

auszustatten. Und Alexander von Alexandrien meint: „Ihr habt als Vorbild das Leben Mariens, die das Urbild und Abbild des Lebens ist, wie es im Himmel sein wird.

(d.h. der Jungfräulichkeit).“

„Sie war eine Jungfrau“, sagt Ambrosius, „nicht nur dem Leib nach, sondern

auch dem Geiste nach, dessen reines Gemüt niemals von Betrug befleckt war.“ Der orthodoxe Gläubige spürt, dass die Heiligkeit Marias nicht nur Lehre ist, die er aus Büchern entnimmt, sondern er sieht sie als etwas Persönliches, in einer ständigen Verbundenheit mit Maria im täglichen Leben. Der koptische Gläubige betrachtet sie als seine eigene Mutter, die heilige Königin des Himmels, zu der er um erlösende Hilfe betet. Sie ist die heilige Mutter, die sich nach der Heiligkeit ihrer Kinder sehnt.

Die Mutterschaft der Jungfrau, die durch die Gnade Gottes aus der ganzen Menschheit auserwählt wurde, begann und wurde Wirklichkeit durch ihren Glauben an Gottes Wort und sein Versprechen. Diese Einstellung machte Maria zum hervorragenden Glied am Leibe Christi; sie antwortet auf die Nöte der anderen Glieder und sucht nach Errettung und Hilfe für alle.

Durch das Mysterium der göttlichen Inkarnation wurde Maria „die Mutter des Hauptes des mystischen Leibes und die Mutter seiner Glieder“, wie Augustinus sagt, und empfing so die Mutterschaft im Hinblick auf alle Gläubigen. Die heiligen Väter sahen in Mariens Leib das Brautgemach, den Ort, an dem der himmlische Bräutigam mit seiner Braut, der Kirche, mystisch vereint ist. So sehen wir Christus, ihren Sohn, als unseren Bräutigam und erstgeborenen Bruder, und seine Mutter Maria als unsere eigene Mutter.

Tägliche Andachten

,,Gott liebt uns mehr als Vater, Mutter, Freund oder son...

,,Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue ...

,,Ich weiß nicht, wann oder wie wir die Erde verla...

,,Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich ...

,,Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt...

,,Wer sich dagegen an den Herrn bindet, ist ein Geist mi...

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