Geliebter Gottes!

Du musst dich immer an deinen Wert erinnern, damit du dich nie wieder von der Sünde oder dem Teufel unterdrücken lässt.
Du bist Gottes Ebenbild und König der Erde und all dessen, was auf ihr ist. Nur dir hat Gott den Auftrag gegeben, über die Tiere dieser Erde zu herrschen. 

Alle Dinge sind vergänglich, denn „Himmel und Erde werden vergehen“, wie die Bibel sagt. Doch du hast ewiges Leben, wie Christus es dir versprach, dir, Gottes Ebenbild.

Du bist das einzige Geschöpf, über das gesagt wird, dass es Gottes Tempel ist, dass der Geist Gottes in ihm wohnt und dass dein Körper ein Glied des Leibes Christi ist. Selbst den himmlischen Geschöpfen wurde diese Gnade nicht gegeben, du aber, dem Staub und der Erde wurdest damit begnadigt!

Geliebter Gottes!

Manchmal stellen wir uns die ganz banale, aber auch unendlich umfassende Frage: Wer bin ich eigentlich?
Wir wissen, dass wir für den Himmel bestimmt sind, aufgrund unserer Vereinigung mit Gott in der Eucharistie, von welcher der Apostel Paulus sagte, dass wir ,,Teilhaber an der göttlichen Natur’’ sind.
Wir wissen aber auch, dass wir Staub sind, der eigentlich weder Aufmerksamkeit verdient, noch in irgendeiner Art gebraucht werden könnten.
Nun, das mag ein wenig verwirrend sein. Sollten wir nun überheblich werden, weil wir wunderbar geschaffene Wesen sind oder sollten wir gedemütigt umhergehen, weil wir dem Erdboden gleichen?
In dieser Woche möchten wir uns ein wenig mit dieser Frage beschäftigen und uns ein gesundes Maß an Selbstwahrnehmung aneignen. Das Buch ,,Befreiung der Seele’’ unseres geliebten heimgefahrenen Papstes Anba Schenuda III wird uns dabei helfen.

Bei der Aneignung der Tugenden ist noch etwas von enormer Relevanz: ein spiritueller Wegweiser. Das mag nun dein Beichtvater sein oder ein anderer Priester, dem du vertraust. Die Kirchenväter betonen, wie wichtig es ist, bei den Geistlichen um Rat zu suchen, um nicht unbewusst auf krummen Wegen zu geraten oder dem Hochmut zu verfallen. Dazu ist auch zu sagen, dass dein Beichtvater nur auf den richtigen Weg zeigen kann. Gehen, Kämpfen und Beten musst du selbst.

Von Paulus lernen wir weiters, wie wir uns Tugenden aneignen können: „Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht! Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“ (Philipper 4:8,9) Das Nachahmen der Heiligen ist ein Weg über Tugenden und ihre Aneignung zu lernen. Johannes der Geliebte zeigt uns durch das Hängen an Christus bis zum Kreuz die Treue, Johannes der Täufer zeigt uns die Selbstverleugnung und Demut, der Hl. Georg zeigt uns den Kampf um die Reinheit, Maria Magdalena zeigt uns die Liebe bis zum Tod, der Hl. Anba Pishoy zeigt uns das Ausharren im Gebet…  Wir haben eine reiche Kirche voller Heiligen, die wir nachahmen können. Suche dir eine/n Heilige/n, die sich genau durch die Tugend auszeichnet, die du dir aneignen möchtest und lerne von ihrem/Seinem Leben und Wandel!

Neben Gottes Gnade, die wir, wie gestern angesprochen, durch das Gebet erlangen, ist zur Aneignung der guten Eigenschaften/Tugenden natürlich auch unser Teil gefragt. Wenn du dir die Ausdauer aneignen möchtest, so musst du dich auch in ihr üben, indem du dir beispielsweise Gottes Versprechen, die dich ermutigen weiter zu machen, immer wieder ins Gedächtnis rufst, und auszuharren. Wenn du dir die Reinheit aneignen möchtest, so musst du deine Sinne schützen und alles vergangene schlechte Gesehene und Gehörte durch guten Ersatz ausrotten. Durch deinen Kampf wird die Gnade Gottes gerne in dir arbeiten. Merke dir: Veränderung ist ein Prozess. Die Heiligen haben genauso gekämpft, denn niemand ist heilig von Anfang an.

Tägliche Andachten

,,Gott liebt uns mehr als Vater, Mutter, Freund oder son...

,,Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue ...

,,Ich weiß nicht, wann oder wie wir die Erde verla...

,,Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich ...

,,Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt...

,,Wer sich dagegen an den Herrn bindet, ist ein Geist mi...

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