Er hat uns alles gegeben – bis hin zum Tod auf dem Kreuz. Was haben wir nun, was wir Ihm geben könnten? Herr, was könnten wir dir nur geben? Es klingt so selbstverständlich – Ich weiß, du sehnst dich nach nichts mehr als meiner Liebe. Was ist aber meine Liebe schon? Und doch erfreut sie dich und ist alles, was du von mir erwartest. Wie freust du dich, wenn du meine Stimme hörst! Wie lange klopfst du an meiner Tür und bringst mich mit deinen Worten: „Mach auf, meine Schwester und Freundin, meine Taube, du Makellose! Mein Kopf ist voll Tau, aus meinen Locken tropft die Nacht.“ (Hohelied 5:2) in Verlegenheit! Herr, nie möchte ich dich verkaufen, wie Judas es tat. Hilf mir zu erkennen, dass nichts teurer und wertvoller ist, als deine Liebe.

„Da weinte Jesus.“ (Johannes 11:35) Wann weinte Jesus? Er weinte, als Er das Ende des Menschen sah. Er weinte, als er vor dem Grab Seines geliebten Freundes Lazarus stand, denn noch sah das Ende des Menschen so aus – noch, denn Er kam, um dies zu ändern. Es ist als würden Seine Tränen zu uns sprechen und sagen: „Ihr seid das Werk meiner Hände, auch wenn ihr euch Schuld aufgeladen habt. Ich liebe euch zu sehr, um euch auf diese Weise zugrunde gehen zu lassen. Ihr sollt bei mir sein. Deshalb bin ich gekommen und für euch werde ich diesen Weg gehen und den Kelch des Leides trinken.“ Herr, was zwingt dich dazu, diesen Weg zu gehen? Es ist deine Liebe…deine Liebe, die dich, den allmächtigen Herrn dazu bringt, unsere Liebe zu ersehnen und auf unsere Stimmen im Gebet zu warten. Ach, wer könnte dich in deiner Liebe übertreffen?

Schon ist die Reise der Fastenzeit wieder vorbei und wir stehen vor der heiligsten Woche des Jahres. Heute jubelt die Menge dem großen König noch zu, wie sieht es aber in ein paar Tagen aus? Wir nähern uns einem leidvollen Weg. Wahrlich, der Herr litt und Er litt aus Liebe zu dir, wobei „litt“ die Schmerzen und die Last nicht beschreiben kann, die Er empfand. Es liegt an dir, Geliebter Gottes, diese Woche mit Ihm zu leiden, dein Kreuz auf dich zu nehmen und Ihm zu folgen. Ja, zu folgen bis zum Kreuz und Ihn auch dort nicht zu verlassen, denn eigentlich ist es dein Weg. Er nahm in dir ab und ging ihn sogar für dich - Ist das nun dein Dank: Ihm lediglich zuzusehen? Stelle dir deine Schuld also vor Augen und bete „Bereue daher meine Seele, solange du auf Erden weilst (…)“ (12.Stunde Gebet).

Jesus ging in den Tempel, um Ihn zu „reinigen“ und tadelte dabei jene, die sein Haus nicht respektierten: „Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber macht daraus eine Räuberhöhle.“ (Matthäus 21:13) Kann es sein, dass dieser Ausspruch vielleicht auch auf dich zutrifft? Du weißt, dass Gott dich liebt, aber du musst auch wissen, dass Er dich zu sehr liebt, um dich so zu lassen. Du bist Gottes Wohnung – Er hat dich ausgewählt und Seinen Heiligen Geist in dir wohnen lassen. Machst du sein Haus durch unreine Gedanken, Hass, Geldliebe, Hochmut, Zorn etc. zur Räuberhöhle? Sein Haus soll doch ein Haus des Gebetes sein! Geliebter Gottes, erbitte vom Herrn die Reinigung. Sei zuversichtlich, dass das ständige Gebet Frucht bringt. Lass nicht zu, dass du wirst oder bleibst wie jener getadelte Ort.

Nun ist die Reise mit dem Herrn schon fast wieder vorbei. Die große Fastenzeit naht sich einem Ende und doch kommt jetzt erst die wertvollste Zeit und das wahre Juwel der Fastenzeit: Die Karwoche. Ab morgen befinden wir uns in einer verstärkten geistigen Atmosphäre, auf die wir uns die letzten Wochen (hoffentlich) gut vorbereitet haben. In dieser Woche passieren die Wunder in den Herzen der Menschen. Durch sie passieren Veränderungen bei jenen, die den Herrn nach langem Warten endlich in ihr Herzen lassen, um nach Seinem Leiden auch Seine Auferstehung zu erleben. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich die Früchte der Fastenzeit zeigen: Die Liebe, die du aufgebaut hast, soll jetzt dem Herrn allein entgegenströmen. Deine Taten sollen mit dir um Vergebung bitten. Dein erweichtes Herz soll jetzt Veränderung annehmen, denn siehe, der Herr kommt zu dir auf dem Fohlen einer Eselin.

Tägliche Andachten

,,Gott liebt uns mehr als Vater, Mutter, Freund oder son...

,,Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue ...

,,Ich weiß nicht, wann oder wie wir die Erde verla...

,,Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich ...

,,Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt...

,,Wer sich dagegen an den Herrn bindet, ist ein Geist mi...

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