Die Geldliebe ist auch deshalb ein Übel, da sie Menschen trennt und Unterschiede zwischen ihnen macht. Besonders in Familien darf das Geld nicht wie ein Heiligtum behandelt werden, denn dies führt zu Spaltungen, von denen wir nach den Worten unseres Herrn wissen, dass sie zum Verderben dieses Hauses führen, denn „wenn ein Haus mit sich selbst uneins wird, kann es nicht bestehen.“ (Markus 3:25) Warum zulassen, dass Geld dort trennt, wo Gott verbunden hat? „Ihr seid nach der Heirat nicht mehr zwei Leiber, sondern seid zu einem Fleische geworden; und das Vermögen soll geteilt, nicht eines sein? O Über die Geldliebe! Ihr beide macht einen Menschen, ein Wesen aus, und du sprichst noch von Mein und Dein? Dieses fluchbeladene, unglückselige Wort ist durch den Teufel in die Welt gekommen. Alles andere, was ungleich notwendiger ist, hat Gott uns als Gemeingut gegeben, und dieses sollte nicht Gemeingut sein? Du kannst nicht sagen: Mein Licht, meine Sonne, mein Wasser. Alles Wichtigere besitzen wir gemeinsam, nur das Geld sollten wir nicht gemeinsam haben?“ (Hl. Johannes Chrysostomos)

Die Habgier ist ein Götzendienst. Sie wendet unsere Sinne vom Himmlischen ab und wendet sie auf das Verwesliche und Vergängliche – und wer kann schon irgendeinen Cent, den er hier auf der Erde erwirbt, mitnehmen! Dazu sagt der Hl. Johannes Chrysostomus auch: „Wie sollte ich da, fragt man, ein Götzenanbeter sein? - Nun, gerade das ist das eigentlich Unbegreifliche, daß du, nachdem du die Menschenfreundlichkeit Gottes erfahren und gekostet, nachdem du gesehen, wie gut der Herr ist, diesen guten Herrn aufgegeben und den grausamen Tyrannen dafür genommen hast, und daß du dir den Anschein gibst, dem Herrn zu dienen, während du in Wirklichkeit dem schweren und harten Joch der Geldliebe dich unterworfen hast.“

Der Zorn ist nur dann „erlaubt“, wenn du ihn im Rahmen der Reue anwendest. Nicht zur Hoffnungslosigkeit, aber als Hilfe, die begangene Sünde zu hassen und die Gottesfurcht zu bewahren. „Bist du zornig? Dann sei zornig auf deine Sünden, schlage deine Seele, peitsche dein Gewissen, sei ein strenger Richter und gefürchteter Peiniger für deine Sünden: Hier bringt der Zorn Nutzen, dazu hat Gott ihn in uns gelegt“ (hl. Johannes Chrysostomos. Auslegung zum Brief an die Epheser, 2).

In den letzten Tagen dieses Monats möchten wir uns mit einer weiteren Sünde beschäftigen. Einer, die oft unterschätzt wird, aber als Götzendienst gilt. Es ist eine Sünde, bei der die Menschen oft glauben, sie haben nichts mit ihr zu tun, dabei kann sie sich in kleiner Form in unseren Herzen verstecken und großes Übel bringen. Es ist die Sünde, bei der der Herr eindeutig gesagt hat, dass man entweder Ihm ODER ihr dienen soll. Es handelt sich um die Geldliebe, die die Gottesfurcht aus dem Herzen vertreiben kann und über die der Herr sagte: „Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ (Matthäus 6:27)

Hüte dich davor den Grund deines Zorns bei anderen Menschen zu suchen – suche ihn bei dir selbst! Eine friedliche Person muss sich nicht zum Zorn reizen lassen.

„Einst lebte in einem Kloster ein Mönch, der immer wieder in Zorn geriet [auf einen der Brüder oder Besucher]. Und er beschloss: ,Ich gehe weg von hier an einen entlegenen Ort, und weil ich dort niemandem begegnen werde, wird mich auch die Leidenschaft des Zorns verlassenʻ. Er verließ das Kloster und ließ sich in einer Höhle nieder. Eines Tages, nachdem er mit einem Gefäß Wasser geschöpft hatte, stellte er dieses auf die Erde, doch das Gefäß fiel unversehens um. Er nahm es, schöpfte ein weiteres Mal Wasser, und das Gefäß stürzte wieder um. Schließlich fiel das mit Wasser gefüllte Gefäß noch ein drittes Mal auf den Boden. Der Bruder ärgerte sich so, dass er es packte und zerschlug. Nachdem er zu sich gekommen war, verstand er, dass der Teufel ihn zum Narren hält und sagte: ,Da bin ich nun in die Abgeschiedenheit gegangen, und er hat mich besiegt! Ich werde wieder ins Kloster gehen, denn Geduld und den Beistand Gottes braucht man überall!ʻ Und er kehrte an den früheren Ort zurück“ (Altes Paterikon, 7.38).

Tägliche Andachten

,,Gott liebt uns mehr als Vater, Mutter, Freund oder son...

,,Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue ...

,,Ich weiß nicht, wann oder wie wir die Erde verla...

,,Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich ...

,,Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt...

,,Wer sich dagegen an den Herrn bindet, ist ein Geist mi...

Neueste Artikel

    Der Jugenddienst hat die Konferenzen für die Se...

Am Freitag, den 24.2.2012 besuchten zwei 4.Volksschulenk...

S.E. Bischof Anba Pola wird am Samstag, den 10.03.2012. ...

Er ist ein Jugendlicher, der nicht oft in die Kirche g...

S. E. Bischof Anba Gabriel wird am Samstag, den 10.03.20...

S.E. Bischof Anba Pola ist heute nach Wien gekommen. S.E...