Geliebter Gottes, das Wort Gottes ist das einzig wahre Schwert, mit denen du die Angriffe des listigen Gegners abwehren kannst. Wenn du dich auf deine menschliche Kraft verlässt, bist du zum Fall verurteilt und elend wie kein anderer, denn du hast dich selbst als fähig gesehen, die Kräfte des Abgrunds mit deiner begrenzten menschlichen Natur zu bekämpfen, welches unmöglich ist. 

Siehe wie süß das Wort Gottes ist, es leitet uns zur Reue und hilft uns, Gott zu finden:

,,Als nun aber meine tiefe Selbstbetrachtung aus dem geheimen Grund meines Innern mein ganzes Elend hervorgezerrt und vor die Augen meiner Seele gebracht hatte, erhob sich in mir ein ungeheurer Sturm, der einen gewaltigen Regenguss von Tränen mit sich führte. Ich musste ihm und all seinen Stimmen in mir freien Lauf lassen, stand auf und verließ Alypius. Unter einem Feigenbaum warf ich mich, ich weiß nicht wie, zur Erde nieder. Ich ließ meine Tränen fließen. Fluten brachen aus meinen Augen hervor, ein wohlgefälliges Opfer, dir geweiht. Siehe, da hörte ich aus dem Nachbarhaus vielleicht eines Knaben oder eines Mädchens Stimme in singendem Ton immer wieder und wieder die Worte sagen: ‚,Nimm und lies!’’ Alsbald verwandelten sich die Züge meines Angesichts... Ich hielt den Tränenguss zurück und stand auf; denn ich konnte es mir nicht anders deuten als einen Befehl vom Himmel, die Schrift aufzuschlagen und das erste Kapitel, auf das ich treffen würde, zu lesen.’’ (– Hl. Augustinus von Hippo)

,,Unruhig ist unser Herz, o Herr, bis es ruht in Dir. Denn auf dich hin hast du uns geschaffen". (Hl. Augustinus)
Wer hätte gedacht, dass diese Worte von einem Mann kommen werden, der es anfangs ablehnte getauft zu werden und der mit einer Frau über 15 Jahre lang in der Sünde zusammenlebte?

Der Hl. Augustinus wuchs in einem Haushalt auf, in der die Mutter stark im Glauben war, doch er wählte seinen Weg starrsinnig, gründete seine eigene Familie und beachtete nicht die Weisungen und Tränen seiner Mutter. Sie bat ihn, sich taufen zu lassen, um erlöst zu werden und wahre Liebe zu empfangen, nicht jene vergängliche, die die Welt ihm gab, doch all diese Warnungen ignorierte er.
Sie betete jedoch unter Tränen weiter, sodass der Hl. Ambrosius, als er sie sah, sagte: „Der Sohn dieser Tränen wird unmöglich umkommen’’.
Du von Gott geliebte Person, sei dir dessen bewusst, dass viele für dich beten, angefangen von deinen Eltern, bis hin zu den Mönchen und Nonnen, die für die Bekehrung der Menschheit bitten. Bete auch du unter Tränen für deine Erlösung, so wirst du gewiss jene Worte hören, die damals die Hl. Monika hörte, dass der Sohn dieser Tränen unmöglich umkommen wird. So wird Gott deine Bitte und deinen Willen, Ihn zu finden bestimmt annehmen.

Die zweite Person, mit der wir uns beschäftigen möchten ist die Heilige Maria von Ägypten. Diese Heilige gilt als eine der ersten weiblichen Einsiedler. Einsiedler trennen sich von der Welt, ja sogar von Gleichgesinnten, um allein in der Liebe zu Gott zu leben, doch auch sie irrte einst bei der Suche der Liebe umher.
Sie verkaufte einst ihren Leib, die Sünde war ihr Geschäft. Doch als sie eines Tages bemerkte, dass Menschen nach Jerusalem pilgerten, um dort die Auferstehungskirche zu besuchen, ging sie aus Neugier mit. Dort angekommen wollte sie die Kirche betreten, doch ihre Füße blieben wie gefesselt stehen, da sie unwürdig war, diese Kirche zu betreten, weil sie nicht nur sich selbst verunreinigte, sondern auch viele mit ihr. Erst hier merkte sie, wie sie von dem Segen der Liebe Gottes ausgeschlossen war. Sobald du Gottes Liebe erkennst und sie dich erfüllt, wirst du um die Zeit trauern, die du ohne Ihn verbracht hast und alles andere, was du in der Welt geliebt hast, sieht auf einmal so klein und billig aus. Verschwende nicht weiter Zeit – heute ist der Tag nach Jerusalem aufzubrechen und den König des Friedens kennenzulernen

Dass der Herr, bei der Suche nach Ihm, nie jemanden ablehnt oder ignoriert, wird schon am Beispiel der Hl. Maria von Ägypten sichtbar. Als Einsiedlerin vermochte sie, genauso wie die Engel, binnen eines Augenblickes von Ort zu Ort zu wandeln und das nach ihrem sündigen Leben im Ehebruch. Die, die unzählige mit ihr in der Sünde fallen ließ, wurde zu den Höchsten der Einsiedler gezählt.
Diese Heilige war in Ihrer Reue bewundernswert, da sie ein für alle Male Buße ablegte.  Wie oft waren deine Füße durch die Sünde wie gefesselt, als du dir vornahmst, in die Kirche zu gehen und Gott so zu suchen, genauso wie es damals dieser Heiligen passierte?  Viele machen den Fehler, Gott außerhalb der Kirche finden zu wollen – bei deiner Suche nach der Liebe, also der Suche nach Jesus, wird die Kirche die erste und wichtigste Station sein, die dich begleitet und unterstützt. Fange dort an.

Die Samariterin war eine von der Gesellschaft verachtete Frau, die Liebe in den Verhältnissen zu mehreren Männern gesucht hat. Sie hat nach der Sättigung in ihrem Leben gesucht und diese nicht gefunden, sodass sie weiterhin auf der Suche war.

Die Erkenntnis der Gabe Gottes ist der Schlüssel zur Sättigung in Gott. Denn so sagte Jesus zur Samariterin: „Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest, so würdest du ihn bitten und er gäbe dir lebendiges Wasser.’’ Erkenne nun die Gabe Gottes, du von Gott geliebte Person! Erkenne jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, die Er dir gewährt, seinen reichen Segen und seine vielen Gaben. Erkenne die Gnade und den Reichtum, den du als Kind Gottes durch das Wohnen des Heiligen Geistes in dir hast. Bitte Ihn auch um das lebendige Wasser, das jeden Hunger in dir stillt und ,,bis in das ewige Leben quillt’’. Lerne den Herrn kennen durch Gespräche mit Ihm und über Ihn. Du wirst merken, dass Er dich ganz erfüllt und keinen Raum für Unnötiges lässt.

Tägliche Andachten

,,Gott liebt uns mehr als Vater, Mutter, Freund oder son...

,,Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue ...

,,Ich weiß nicht, wann oder wie wir die Erde verla...

,,Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich ...

,,Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt...

,,Wer sich dagegen an den Herrn bindet, ist ein Geist mi...

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