Mit dem Beginn der Fastenzeit möchten wir uns eine Sünde anschauen, die mit dem Fasten gelöst werden kann: Völlerei. In unserer Zeit ist Essen leider zu viel mehr als nur Nahrung geworden – es ist eine Kultur, ja sogar manchmal eine Sucht und gefährlicher als sie scheint. Wir sollen nämlich unsere Leiber in Zucht halten, so dass wir sie kontrollieren und nicht sie uns. Wie gefährlich die Maßlosigkeit im Essen ist, schreibt auch Paulus: „Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.“ (Galater 5:21)

Paulus tadelte die Korinther mit den Worten: „Milch gab ich euch zu trinken statt fester Speise; denn diese konntet ihr noch nicht vertragen. Ihr könnt es aber auch jetzt noch nicht; denn ihr seid immer noch irdisch eingestellt. Oder seid ihr nicht irdisch eingestellt, handelt ihr nicht sehr menschlich, wenn Eifersucht und Streit unter euch herrschen?“ (1.Korinther 3:2,3) Wenn du also noch Neid/Eifersucht verspürst, so hast du deine Sinne noch nicht drauf trainiert, das Himmlische zu sehen. Nehme dir vor, heute mit dem Beginn der Fastenzeit endlich aus dem Gefängnis der Eifersucht auszubrechen und das Himmlische anzustreben – du warst schon viel zu lange mit Vergänglichem beschäftigt.

Wenn du Neid verspürst, liegt es vielleicht daran, dass du gar nicht siehst, wie sehr dich dein himmlischer Vater gesegnet hat. Wenn du aufwachst, danke Gott, dass Er dir den Segen eines neuen Tages gegeben hat. Jeder Augenblick, der verstreicht, jeder Atemzug, den du nimmt, ist ein Geschenk Gottes. Du bist sehr wertvoll in den Augen deines Vaters und Er hat alles für dich geregelt – wieso solltest du also Neid gegenüber deinem Nächsten entwickeln, wenn Gott dich wie einen Schatz behütet? So wie Er dich behütet, so segnet Er auch deinen Bruder. Wie kannst du dann auf den Segen eines anderen schauen? Hat dein Nächster nicht eine ganz andere Geschichte und hat der Herr nicht auch etwas ganz anderes mit ihm vor? Wieso vergleichst du dich also? Erkenne also, dass du von Gott unendlich geliebt und gesegnet wirst. Erstelle eine laufende Liste, für die du dankbar bist – sie kann dir helfen, wahrzunehmen, was du eigentlich alles hast.

Was ist nun so schlimm an Neid? Kain tötete aus Neid seinen eigenen Bruder Abel. Gottes Geist wich von Saul wegen seinem Neid und dem daraus entsprungenem Hass gegenüber David. Josefs Brüder verkauften ihn und zerstörten dadurch die Familie und auch Jesus selbst wurde aus Neid der Hohepriester den römischen Machthabern als Schuldiger ausgeliefert. Das alles kann Neid ausrichten, "denn wo Neid und Selbstsucht ist, da ist Unordnung und jede böse Tat."(Jakobus 3:16)

Ab heute wollen wir uns eine Zeit lang mit dem Neid beschäftigen. Es gibt verschiedene Definitionen von Neid wie zum Beispiel: „Empfindung, Haltung, bei der jemand einem andern dessen Besitz oder Erfolg nicht gönnt und selbst haben möchte.“ Neid ist also „das schlechte Gefühl, das man hat, wenn andere etwas haben, das man selbst gerne hätte, aber nicht hat.“ Setze dich also hin und überlege, weshalb dieses Gefühl in deinem Herzen Wurzel geschlagen hat. Bist du vielleicht nicht dankbar für das, was du hast? Neid ist auch ein Mangel an Liebe zum Nächsten, dabei ermahnt uns Paulus „(..) die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.“ (Römer 13:8)

Tägliche Andachten

,,Gott liebt uns mehr als Vater, Mutter, Freund oder son...

,,Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue ...

,,Ich weiß nicht, wann oder wie wir die Erde verla...

,,Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich ...

,,Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt...

,,Wer sich dagegen an den Herrn bindet, ist ein Geist mi...

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