„Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall“ (Sprüche 16: 18)

Um falschen Stolz zu vermeiden oder zu bekämpfen kann man sich einiger Waffen bedienen. Heute geht es um die Bescheidenheit und die Demut, welche die Gegeneigenschaften des Stolzes darstellen. Praktisch betrachtet also, sollte man die Prahlerei und Selbsterhöhung vermeiden, gute Taten oder Leistungen im Herzen bewahren, sich seiner Fehler und Fehlbarkeit bewusstwerden und die eigene Menschlichkeit annehmen. Am Beispiel vom Pharisäer und vom Zöllner, sprach der Pharisäer dieses Gebet „Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens. Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!“ (Lukas 18: 11-13) Wessen Gebet erhört wurde wissen wir.

So wie Gott die Demut am angenehmsten ist, so widerstrebt ihm auch nichts mehr als der Stolz. Sei also darauf bedacht, zu erkennen, dass du nur ein Mensch bist und deine Errungenschaften nur durch Gottes Gnade möglich wurden.

Die erste Sünde, die wir uns ansehen möchten, ist der Stolz. Stolz hat viele Gesichter. Es gibt die Form des Stolzes bei der man auf sich selber stolz ist, wenn man etwas Gutes geleistet hat, die Form bei der man nach einem persönlichen Herausragen strebt, oder auch den überheblichen Stolz mit Selbstgefälligkeit und Verachtung anderer (um nur einige zu nennen). Bei allen Formen geht es allerdings, um das Gefühl einer großen Zufriedenheit/Anerkennung der eigenen Person.

Stolz ist in vielen Menschen vorhanden und kann in gesunden Maßen und gesunder Form als Ehrgeiz, persönlichen Erfolg unterstützen, aber er kann auch zu Anerkennungssucht, Hochmut, Arroganz und Eitelkeit führen.

Stolz kann ein Grund für das Unvermögen sein, sich bei anderen zu entschuldigen, das Scheitern von Beziehungen verursachen und ist sogar im Stande, Kriege hervorzubringen, weshalb sie sich oft als von den Menschen und von Gott gehasste Eigenschaft entpuppt, da sie Streit, Hass und Selbstgefälligkeit sät und der Demut gegenübersteht.

„Auch das zu langsame Beten ist nicht optimal. Wenn du zu langsam betest, könntest du dich so in Gedanken verlieren und nicht mehr konzentrieren. Du musst dich und deine Gedanken auf das Gebet richten. Beschleunige also nicht und verlangsame auch nicht zu sehr. Pass während dem Gebet darauf auf. Wenn du etwas sagst, während deine Gedanken woanders sind, dann wiederhole es, mache das Kreuzzeichen oder eine Matanya und konzentriere dich. Verstehe das, was du sagst. Das Gebet ist eine Opfergabe und dieses Opfer müssen wir ohne Makel darbringen: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“ (Röm 12:1).“ (-Anba Makari)

Lies die ganze Predigt von Anba Makari auf kopten.at nach! ( https://www.kopten.at/aus-der-diözese/wien/5591-das-spirituelle-gesetz-von-s-e-bischof-anba-makary,-ehemaliger-bischof-von-sinai )

In diesem Monat möchten wir uns einige häufige Sünden anschauen - dabei geht es um das Erkennen der Gefahr der jeweiligen Sünde und vor allem um den Kampf gegen sie. Paulus tadelte damals die Hebräer: „Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet“ (Hebräer 12:4) Der Kranz des Lebens ist nämlich wertvoll und wir teuer erkauft, deshalb muss im spirituellen Leben der gute Kampf gekämpft und der Lauf vollendet werden. Gott ist uns nahe und seine Liebe groß, aber merke dir immer diesen Spruch eines Kirchenvaters: „Der Gott, der dich ohne dich erschaffen hat, wird dich nicht ohne dich erlösen.“

„Bete bitte in Ruhe, beeile dich nicht dabei, verstehe das, was du sagst, denke darüber nach und lass es von deinem Inneren kommen. Es soll nicht einfach ein Psalm sein, den der Prophet David einst geschrieben hat und den ich jetzt lese. Der Psalm soll in mir reingehen und aus mir rauskommen; es ist nicht bloß ein von David. Daraufhin sagen andere: „Wir haben nicht genug Zeit“. Dann bete nur ein oder zwei Psalmen, anstatt, wie ein Rekorder, 12 Psalmen zu überfliegen, ohne dass du irgendetwas davon mitnimmst. Spielst du Gott etwas vor oder dir selbst? Nein mein Lieber, bete in Ruhe und schmücke die Worte, die du sagst. Sonst passen zu uns die Worte: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.“ (Mt 15:8). Ist das Gebet einfach nur eine schnelle Angelegenheit? Bei uns im Kloster gab es einen älteren Mönch, der darüber Spaß gemacht und gesagt hat: „Na gut „Vater unser im Himmel, und so weiter“. So auf die Art: „Lies du es Gott, du kennst es ja!“ Nur keine Eile im Gebet.“ (-Anba Makari)

Tägliche Andachten

,,Gott liebt uns mehr als Vater, Mutter, Freund oder son...

,,Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue ...

,,Ich weiß nicht, wann oder wie wir die Erde verla...

,,Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich ...

,,Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt...

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