1.) Die treue und starke Verkündigung des Glaubens vom Hl. Markus in Ägypten

 

-  Der Missionär hat die koptische Kirche gegründet und für sie Bischöfe, Priester und Diakone geweiht.

 

-  Die erste Flamme des Glaubens haben die Kopten vom Hl. Markus übernommen.

 

-  Er gründete die erste theologische Schule der christlichen Welt, um die berühmte heidnische philosophische Schule von Alexandrien entgegen zu wirken.

 

-  Der Hl. Markus  konnte die Pharaonen mit dem christlichen Glauben überzeugen, sodass im 1. Jahrhundert n. Chr. waren viele von den Kopten während im 2. Jahrhundert die Mehrheit von ihnen Christen geworden.

 

 

2.)Der Segen Gottes für Ägypten

 

Der Aufenthalt der Hl. Familie in Ägypten brachte viel Segen für das Land mit sich. Geschichtlich fest gestellt ist es, dass Jesus 31/2 Jahre in Ägypten verbrachte. Er trank vom Wasser des Nils und vielleicht war die erste Sprache, die er konnte, koptisch.

 

In Jesaja steht “seht der Herr fährt auf einer leichten Wolke daher. Er kommt nach Ägypten. Vor seinem Angesicht zittern die Götter Ägyptens“ (Jes19:1)

Diese leichte Wolke war die Hl. Jungfrau Maria. Das Zittern der Götter war eine Prophezeiung über das Beenden des Heidentums in Ägypten.

 

Das 19. Kapitel von Jesaja ist Ägypten zugewidmet. „An jenem Tag werden fünf Städte in Ägypten die Sprache Kanaans sprechen und beim Herrn der Heere schwören. Eine von ihnen wird Ir-Heres (Sonnenstrahl) heißen. An jenem Tag wird es für den Herrn mitten in Ägypten einen Altar geben und an Ägyptens Grenze wird ein Steinmal für den Herrn aufgestellt. Das wird ein Zeugnis für den Herrn der Heere gegen ihre Unterdrücker Klage erheben, wird er ihnen einen Retter schicken, der für sie kämpft und sie befreit. Der Herr wird sich den Ägyptern offenbaren, und die Ägypter werden an jenem Tag den Herrn erkennen. Sie werden ihm Schlachtopfer und Speiseopfer darbringen. Sie werden dem Herrn Gelübde ablegen und sie auch erfüllen (...) Denn der Herr der Heere wird sie segnen und sagen: gesegnet ist Ägypten mein Volk „ (Jes19:18-25)

 

Kein anderes Land - außer dem Hl. Land – hat solchen einmaligen Segen vom alten sowie vom neuen Testament wie Ägypten.

 

Der Altar, über den Jesaja gesprochen hat, ist der Altar des Christentums, da es bei den Juden keinen Altar außerhalb Jerusalem gibt.

 

3.) Gott hat die Pharaonen für den christlichen Glauben vorbereitet

 

a.)    sie haben lange an einen Gott geglaubt (Echnaton)

b.)    die Pharaonen waren sehr gläubige Menschen, für sie war Religion sehr wichtig.

c.)    Die Idee der Dreifaltigkeit war den Pharaonen nicht fremd.

d.)   Die Pharaonen haben genauso schöne Gebet und Psalmen wie die christlichen Gebete und Psalmen gehabt.

e.)    Ewigkeit und Unsterblichkeit waren Dogmen bei den Pharaonen. Man sagte, dass die Pharaonen gelebt haben, um  zu sterben. Pyramiden, Sphinx und die Gräber der Könige waren nur Vorbereitungen für die Ewigkeit.

 

4.)  Mönchtum

 

Der Hl. Antonius, der das Mönchtumsleben gegründet hat, stellte 3 Fundamente auf:

 

  1. Gehorsamkeit
  2. freiwillige Armut
  3. Keuschheit

 

Alle 3 Fundamente sind von der tiefsten Grundlehre der Bibel. Es gab eine Zeit in Ägypten, in der hunderttausende Mönche und Nonnen lebten. Das Mönchtumsleben ist die Lunge des christlichen Lebens.

 

a.)    durch ihre Gebete bewahrt Gott die Welt und das Christentum

b.)    aus den Mönchen kommen die Führungskräfte der Kirche hervor (Papst, Bischöfe und viele von den Priestern)

c.)    die Klöster sind für die Gläubige eine Zufluchtstätte und die Quelle ihrer spirituellen Ernährung.

 

5.) Die Kopten und die Bibel

 

Die Kopten glauben an die Unfehlbarkeit der Bibel. Die Bibel ist für die Kopten ihr spirituelles Lebenselixier. Sie leben gemäß der Bibel und glauben an alles, was in der Bibel geschrieben steht. Deswegen hatte die Kopten zurzeit vom Kalifen Elmoezz den Berg versetzen können „Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Mauleerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen.“ (Lk17:6)

 

 6.) Eine verfolgte Kirche

 

Seit Anfang des Christentums bis heute war sie nie eine Staatskirche. Sie hat Millionen von Märtyrer und Märtyrerinnen aufopfern müssen, deren Blut der Samen für neue Gläubige  war. Für jeden Märtyrer hat die Kirche neue Gläubige gewonnen. Die koptische Kirche war nie eine verwöhnte Kirche und hatte es nie leicht. Sie hat ihr Kreuz durch Leiden, Gebete, Hohn und Tod getragen. „Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.“ (Mt10:38)

Die koptische Kirche geht immer den engen aber süßen Weg.

 

7.) Priestertum

 

Das Priestertum hat den Glauben in Ägypten bewahrt und gestärkt. Die Geistlichen trugen die große Verantwortung der Bewahrung des Glaubens. Sie sind dem Volk durch Liebe und Hingabe, durch persönliche Betreuung, Predigten und Briefe, auch wenn sich verbannt oder eingesperrt wurden, sehr nah.

Durch viele Heiligen von ihnen sind viele Wunder geschehen.

 

  • Versetzen des Berges „Elmokatam“
  • Erscheinung der Hl. Jungfrau Maria in Zeitoun im Jahr 68
  • Papst Kyrellos

 

8.) Gemeinschaftsleben mit den Heiligen

 

Das koptische Volk verehrt die Heiligen und die Engel. Deswegen sind viele von den Kopten nach Heiligen benannt worden. Sie feiern die jährlichen Gedenktage der Heiligen Auf eine besondere Art, indem sie viel Zeit mit Hymnen, Gottesdienst und den Geschichten   der Heiligen verbringen. Die Kopten verwirklichen den Vers des Hl. Paulus, der besagt: „Da uns solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen“ (Hebr 12:1)

Durch die enge Beziehung zu den Heiligen genießen die Kopten deren Fürsprache. Darum findet man die Bücher der Heiligengeschichten  und deren Ikonen in koptischen Haushalten. Sie glauben, dass die Heiligen immer bei uns sind.

 

9.) Renaissance in der koptischen Kirche

 

Während der osmanischen Eroberung Ägyptens und besonders am Ende dieser Periode wurde die Kirche geschwächt. (wenige Kirchen, wenige Gläubige und wenige Betreuer). Vor mehr als 150 Jahren erschien eine wichtige Persönlichkeit: Papst Kyrillus IV. Er begann die Zeit der Renaissance und seine Nachfolger – auch besondere Führer gewesen - führten die Erneuerungen weiter, bis Papst Shenouda III., das jetzige Oberhaupt, das Aufblühen der Kirche erreicht und starke Impulse erweckt hat. Viele Klöster und Kirche wurden renoviert und neu aufgebaut, auch wenn es immer mit vielen Schwierigkeiten verbunden war.

Papst Shenouda hat bis heute 107 neue Bischöfe geweiht und 2 Bischöfe für die Jugend ernannt. Z.B. im Jahr 2007 fand in 3 Städten in Ägypten Jugendversammlungen statt, wo mehr als 570 000 Jugendliche teilnahmen.

 

10.) Belehrung und Sonntagschulbewegung

 

Eine fortgeschrittene Version der Sonntagschule wurde zu Anfang der 50er Jahre errichtet und mit der Zeit stärker. Aus dieser Bewegung kamen viele Geistliche; davon Papst Shenouda, viele Mönche, Metropoliten und Bischöfe. „Achte auf dich selbst und auf die Lehre; halte daran fest! Wenn du das tust, rettest du dich und alle, die auf dich hören.“ (1Tim4:16)

 

Die Bemühung um die Belehrung des Volkes erhielt unsere koptisch-orthodoxe  Kirche stark und lebendig.

 

S.E. Bischof Gabriel - www.kopten.at

 

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