Es war den Heiligen Aposteln und Vätern unserer Kirche immer bewusst, dass der Friede Gottes für das Leben und Wachstum der Kirche von großer Bedeutung ist. Deswegen haben sie Gott ständig um seinen Frieden gebetet. Sie schrieben sehr viel über den Frieden in ihren Briefen, Predigten sowie in der Heiligen Liturgie.

 

Ich möchte heute mit  Ihnen mit  Gottesgnade über den Frieden sprechen:

In jeder koptischen Liturgie fängt der Priester die Messe mit Friedenssegen und Sagt:

Friede sei mit euch“  an. Das Volk antwortet genauso und: „ und mit deinem Geiste“ Mit diesem Gruß wird mehrmals in jeder Liturgie verwendet, um den Frieden von Gott zu erbitten. Z. B. in der Basilius Liturgie wird der Priester insgesamt  51 den Friedensgruß aussprechen sowie dem Volk Frieden erbitten.   Mehrmals unterbricht er die Liturgie, um den Frieden Gottes zu erbitten. Dies wiederholt der Priester im Laufe der Liturgie z.B. nach dem Hl. Basilius    Mal.

 

 

- In der Emporhebung des Abend-, Morgenweihrauches und in der Liturgie wiederholt die Kirche die Bitte um den Frieden für die eine einzige (ungespaltete) Kirche in der ganzen Welt;

Der Priester sagt: „Gedenke, O Herr, des Friedens Deiner einzigen, heiligen,  universalen und apostolischen Kirche“

 

Der Diakon antwortet und fordert das Volk zum Beten auf: „Betet für den Frieden der einen, heiligen, apostolischen, universalen Kirche Gottes“

 

- Die Kirche bittet Gott, den Klerikern, dem Volk, dem Präsidenten, den Ministern und den Soldaten Frieden zu schenken. Sie richtet auch Ihr Anflehen an die Mutter Gottes und die Heiligen und ruft Ihre Fürbitte, damit Gott uns seinen Frieden schenkt. Zum Beispiel bitten wir die Mutter Gottes:

„Bitte den Einen, den du gebarst, den guten Erlöser, dass Er alles Leid von uns hinweg nehme und uns Seinen Frieden gewähre“

 

- Unser Herr Jesus Christus versprach seinen Jüngern: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhigt sich nicht und verzage nicht“ (Joh. 14:27) Diese Verse werden jeden Tag in der Liturgie gelesen, um die Welt und die Kirche an den wertvollen Frieden Gottes zu erinnern.

 

- Der Kirche ist es auch bewusst, solange das Unrecht in der Welt existiert, braucht sie den vom Gott geschenkten Frieden.  Der Priester betet für den Friede und die Sicherheit des Ortes, wo sich die Kirche befindet.

Der Diakon fordert die Betende an „Betet für die Sicherheit dieser Welt, dieser Stadt, aller Städte, Dörfern, Inseln und Klöster“.

 

- Die Kirche vergisst die Reisenden nicht, der Priester betet: „Gedenke, o Herr, unserer Väter, Brüder und Schwester, die auf Reisen sind“;

und der Diakon forderte die Gemeinde an „Bittet für unsere Väter, Brüder, die auf Reisen sind und für die, die eine  Reise in allerlei Orte vorhaben, dass Gott ihnen allen ihre Wege ebne, sei es auf dem Meer, auf den Füssen, auf den Seen oder auf den Reisewegen, und, dass Christus, unser Gott, diejenigen, die ihre Reise auf alle Art verrichten, heimführe und unsere Sünden vergebe“.

Der Priester betet weiter: „und aller, die eine Reise irgend wohin vorhaben, ebene ihnen allen ihre Wege, sei es auf Meeren, Flüssen, Seen, Landwagen oder auf anderen Reisewegen, jedem zu jedem Ort. Bringe sie zurück in einen ruhigen Hafen des Heils. Bitte sei Segel- und Wegefreund. Führe sie wieder nach Hause zurück zu den ihren mit Freude, sich freuend und mit Kraft gestärkt.“

 

Am Anfang der Lammprozession hebt der Priester das Lamm und betet:Friede und Wachstum der Kirche Gottes, der einen, einzigen, heiligen, universalen und apostolischen Kirche, Amen“

 

- In das Danksagungsgebet bittet der Priester Gott: „Ihn, den allmächtigen Herrn, unseren Gott, bitten wir auch, dass er uns an diesem heiligen Tag und allen Tagen unseres Lebens in Frieden bewahre“. Auch im gleichen Gebet „Gewähre und, diesen Tag und alle Tage unseres Lebens in völligem Frieden zu vollenden  in Deiner Furcht“.

Der Herr Jesus Christus gab seinen Jüngern den Frieden sowie die Macht, den anderen Menschen ihre Sünde zu vergeben. Er wollte uns damit sagen, dass der Friede und die Vergebung von einander abhängig sind. Genau das bezweckt  die Kirche im Sakrament der Beichte und in der Liturgie. Unser Herr Jesus sagte: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; Wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert„ (Joh. 20:23) Sie gibt dem Beichtenden die Absolution, damit der Mensch auch Friede mit Gott haben kann. Ohne die Versöhnung des Menschen mit Gott und mit seinen Mitmenschen herrscht in seinem Leben kein Friede. Darum bittet die  Priester am Anfang der Liturgie vom Volk sowie vom den Klerikern um Versöhnung, damit die Liturgie anfangen kann.

 

Die Kirche vergisst nicht diejenigen, die eine große Verantwortung tragen. Darum betet sie auch für den Präsidenten „Gedenke, o Herr, Deines Knecht, des Präsidenten unseres Landes, erhalte ihn in Frieden, Gerechtigkeit und Kraft“.

 

Er sagte „Du hast die Erde mit Deinem himmlischen Frieden erfüllt. Dafür preisen Dich die Engelscharen, indem sie sprechen: Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Friede und Freude den Menschen seiner Gnade“.

Der Diakon erwidert: „Betet für den vollkommenen Frieden, für die Liebe und die apostolischen, reinen Küsse“.

 Der Priester betet: Durch Deine Freude, o Gott, erfülle unsere Herzen mit Deinem Frieden. Und in der Versöhnungsgebet nach dem Liturgie des Hl. Gregorius sagt er auch: „Du hast Deinen heiligen Jüngern  und Aposteln gesagt: meinen Frieden gebe ich euch, meinen Frieden hinterlasse ich euch. Gewähre ihn uns, unser Herr“

 

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