Die heilige Monika- Frucht in Geduld

Ein kurzer Einblick in ihr Leben:

Sie wurde im Jahre 331 n.Ch. in Thagaste in Nordafrika in eine christliche Familie hineingeboren. Da ihre Eltern sich sehr um sie sorgten, war es ihnen sehr wichtig, dass sie ihr eine strenge Erzieherin zur Seiten geben und Monika wurde von einer Haussklavin, welche fast zur Familie gehörte und den Vater der Heiligen sogar als Kind miterlebte, erzogen. Bei ihrer Erziehung achtete sie ganz besonders auf christliche Werte. Da ihre Eltern es sich leisten konnten, hatte Monika die Möglichkeit eines Studiums der Heiligen Schrift.

Ihre Ehe:
Die Heilige wurde im Alter von 18 mit dem Heiden Patricius, einem römischen Beamten, vermählt. Damals war eine Ehe dieser Art (zwischen Christen und Heiden) nicht außergewöhnlich; viele Christen wurden mit Heiden verheiratet. Einige Heiden schätzten den christlichen Glauben und hatten nichts dagegen, dass ihre Kinder, im Falle, dass der 2. Ehepartner ein Christ ist, auch den christlichen Glauben annehmen.
In deren Ehe herrschten viele Probleme und Schwierigkeiten; Patricius betrog Monika ohne Verheimlichung und zu seinen schwierigen Charaktereigenschaften gehörte Jähzorn dazu. Jedoch wusste die Heilige, wie sie damit umzugehen hat: Sie hielt sich immer zurück und schwieg. Sie versuchte immer durch Geduld, Gebete, Glaube und Frömmigkeit alle Erniedrigungen ihres Mannes zu ertragen, damit ihre Ehe in Frieden aufrecht erhalten bleibe. Monika bat ihn vergeblich auch einige Male, den christlichen Glauben anzunehmen.

Ihre Tugenden:
Dazu gehörten: Güte, Liebenswürdigkeit, Demut, Frömmigkeit und viele schöne andere. Aufgrund ihrer liebevollen und ausgezeichneten Persönlichkeit konnte sie sogar das Herz ihrer Schwiegermutter gewinnen, die sie anfangs nicht zu schätzen wusste und schlecht behandelte. Nicht nur innerhalb der Familie, aber auch außerhalb förderte sie Eintracht und Frieden in anderen Familien. Sie lästerte oder urteilte über niemanden, ging nie mit Gerüchten um. Sie strebte nur nach Versöhnung und Frieden.
Sie konnte ihren Gatten letztendlich durch Gebete dazu bringen, den christlichen Glauben anzunehmen. Patricius schrieb sich 370 n.Ch. in die Liste der Katechumenen ein und ein Jahr später empfing er die heilige Taufe. Ein Jahr daraufhin starb er in Frieden. 

Ihre Kinder:
Die Heilige hatte vermutlich drei Kinder; Navigius, Perpetua und Augustinus, welcher später die Taufe empfing. Die Erziehung ihrer Kinder war ihr sehr wichtig, denn sie wollte aus ihnen wahre Söhne Christi machen und ihnen den Weg zum Himmel zeigen. Beide folgten ihr, Augustin aber ging einen anderen Weg…
Es ist bekannt, dass Perpetua als Äbtissin das Nonnenkloster zu Hippo leitete. 

 

Ihre Leiden wegen ihres verlorenen Sohnes:
Patricius war ein sehr angesehener Beamte und bemühte sich um seine Familie. Er legte Werte auf die Ausbildung seiner Kinder und gab seinem Sohn Augustinus die Möglichkeit, die Mittelschule in Madaura zu besuchen und im fernen Karthago zu studieren. Da Augustinus ein ziemlich intelligenter Mensch war, setzte sich sein Vater das Ziel, seinen Sohn zu fördern, koste es was es wolle. Nach dem Tod Patricius übernahm Monika seine Position im Haus und unterstütze Augustinus bei seinem Studium.

Ihr Sohn fing an, ein ausschweifendes Leben zu führen. Er begab sich in Karthago, fuhr dann nach Rom, jedoch ohne davon seiner Mutter etwas zu sagen, und anschließend in Mailand. Trotz seiner vielen Sünden und seiner Ablehnung, zu Gott zurückzukehren, gab Monika niemals ihre Hoffnung auf, betete innig, vergoss viele Tränen, um die Rückkehr ihres Sohnes erleben zu können. 
Sie folgte ihrem Sohn im Jahre 385 nach Mailand und erlebte letztendlich dort,  mithilfe des Bischofs Ambrosius, welchen sie um Rat wegen ihres Sohnes bat, eine positive Wende. Der Bischof sagte ihr einst: “Ein Sohn solcher Tränen kann nicht verloren gehen“.

Schließlich wurde ein halbes Jahr später der heilige Augustinus vom heiligen Bischof Ambrosius in der Osternacht am 25. April  im Jahre 387 getauft und beide traten ihre Heimreise nach Afrika an. Monika war mit Freude erfüllt, pries Gott aus ganzem Herzen, weil er nun ihren Wunsch erfüllt hatte. Von da an, wünschte sie sich nur mehr noch, ihren Sohn als guten Christen noch vor ihrem Tod zu erleben.

Ihre Heimreise:
Auf dem Schiff schenkte ihnen Gott, als sich beide in einem Raum befanden, einen großartigen Moment, gleich einem Vorgeschmack auf die Ewigkeit. Sie sprachen über das ewige Leben und die Heiligen, dabei vergaßen sie alles um sich herum.

Weitere Fähigkeiten der Heiligen:
Gott schenkte ihr viele Gnaden, z.B. einen Traum, in dem ihr prophezeit wurde, dass Augustinus zu Gott zurückkehren wird. Ein weiterer Traum warnte sie vor einem großen Unwetter auf dem Schiff und prophezeite ihnen, dass sie ihn überleben werden. Und noch vieles mehr…

Ihr Tod:
Ungefähr neun Tage später wurde Monika krank und bekam Fieber. Sie fühlte, dass ihr Leben sich nun dem Ende neigt und nahm sich Zeit, um sich auf die Begegnung mit Christus vorzubereiten. Ihr Herz war mit Hoffnung und Freude erfüllt. Die Heilige wünschte sich sehnlichst, sie nach ihrem Tod vor dem Altar Gottes zu gedenken. Tatsächlich starb Monika im Alter von 56 und wurde in Ostia beigesetzt. Ihre Reliquien wurden am 9.4. 1430 aus Ostia in die Kirche des St. Augustinus in Rom überführt, wo sie sich auch heute noch befinden und verehrt werden. Mögen ihre Gebete mit uns sein. Amen.


S.E. Bischof Gabriel 14.10.2011 - www.kopten.at


http://minacenter.org/wp-content/gallery/saint-augustine/saints2020monica20and20og0.jpg