St. Johannes - Ein Vortrag von S.E. Bischof Anba Gabriel

Wir wollen heute über St. Johannes den Täufer sprechen:

St. Johannes der Täufer taufte die Menschen, indem er sie unter Wasser tauchte, als Symbol der Reinigung von den Sünden.

Johannes dachte, er sei nur ein Diener des Bräutigams Jesus und somit nicht würdig, seine Schuhe zu tragen.

Johannes wusste, wer er war, er war die Stimme, die in der Wüste rief, er wusste ebenfalls, warum er gekommen war und worin seine Aufgabe bestand.

Und ihr, Brüder und Schwestern, wisst ihr, wer IHR seid?

Ihr seid die Söhne und Töchter des Königs, EUER Vater ist der Schöpfer des Himmels und der Erde, ER ist weder ein Minister noch ein irdischer König noch ein Präsident. Er ist auch nicht der Reichste der Reichen. Er ist der Schöpfer des Universums, der den gesamten Kosmos in seiner Hand hält.

Wisst IHR, was EURE Aufgabe auf Erden ist?

Ihr seid hier, um euch auf die Ewigkeit vorzubereiten und das Königreich zu erben.

Die Taufe erfolgt seit Beginn der Kirche durch Untertauchen und dies sehen wir anhand des Verses:

„Johannes aber taufte auch noch in Änon, nahe bei Salim, denn es war da viel Wasser;“ (Joh 3:23)

Nachdem Jesus getauft worden war, wandten sich die Anhänger des Johannes Jesus zu, dann gingen die Jünger zu ihrem Lehrer und sagten: „Rabbi, der Mann, der auf der anderen Seite des Jordans bei dir war und für den du Zeugnis abgelegt hast, der tauft jetzt und alle laufen zu ihm.

Johannes aber hatte keine irdischen Ziele, weder Liebe zur Ehre noch zum Geld, darum konnte er auf seine Ehre verzichten.

Er war ein Gesandter des Himmels, er kam vom Himmel, um zum Himmel zurückzukehren, deshalb war er nicht an irdische Güter gebunden.

Seine Seele war entbrannt durch die Liebe Gottes, so konnte er die Stimme Jesu erkennen.  Die Stimme Jesu findet man in den Geboten Gottes, in der Bibel und Seiner Schöpfung. Selig ist der, der der die Stimme Gottes hört und versteht!

Johannes lebte asketisch, die Bibel sagt uns in diesem Zusammenhang:

„Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.

 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.

 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“ (1 Joh 2:15-17)

 

Unsere Kirche regelte es, dass wir in jedem Gottesdienst diesen Vers lesen, um uns daran zu erinnern.

Später kamen die Einsiedler und Mönche, welche nach diesem Vers lebten.

Ich will damit sagen: dieser Vers ist nicht nur für die Einsiedler und Mönche, sondern für uns alle. Die Welt soll uns nicht von Gott entfernen.

Johannes erklärte seinen Schülern: kein Mensch kann sich etwas nehmen, wenn es nicht vom Himmel gegeben ist. Durch diesen Glauben war sein Herz gefestigt.
Weder Herodes  mit seiner Macht noch die Abwanderung seiner Anhänger zu Jesus konnten ihn beeinflussen. 

Johannes sagte weiter: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.“ Johannes dachte nicht nur an sich, sondern an Jesus, an das Volk und an die Ewigkeit.

Wir sollen von St. Johannes lernen. Wir finden seine Geschichte im Evangelium nach Johannes, Kapitel 3.

Ehre sei unserem Herrn in Ewigkeit, Amen.

                                                                                               Bischof Anba Gabriel