Unser Herr, Jesus Christus, war selbst das größte Licht in der Karwoche. Unser Herr in Seiner außergewöhnlich großen Liebe, über die gesagt wurde: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ (Joh 15:13). Das enorme Erdulden des Herrn, unseres Gottes, zeigte sich nicht lediglich im Ertragen der Schmerzes des Kreuzes, der Dornen, der Nägel, der Schläge, der Peitschenhiebe etc., sondern auch im Erdulden der Schmerzen der Schande, der Demütigung und der (provokanten) Herausforderung, in der sie Ihm sagten: „Wenn du Gottes Sohn bist, hilf dir selbst, und steig herab vom Kreuz!“ (Mt 27:40). „Er ist doch der König von Israel! Er soll vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir an ihn glauben.“ (Mt 27:42). Er erduldete all das in Stille - in großartiger Stille wegen Seinem vorrangigen Interesse an der Erlösung der Welt. Von Seiten des Körpers ertrug Er die körperlichen Schmerzen und von Seiten des Geistes, ertrug Er die Leiden der Demütigung, der Aufforderung der Leute und des Schmachs. Er trägt die Sünde der Welt auf sich - Er, der Heilige - welcher vollkommen und absolut von der Sünde entfernt ist. Er wurde zum Träger der Sünde. Es wurde über Ihn gesagt: „Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht“ (2. Kor 5:21). Er wurde für uns zur Sünde. Das Tragen der Sünde war zweifellos eine schwierige Angelegenheit, da das mit Seiner heiligen Natur im Widerspruch steht.

Der Herr, Jesus Christus, kümmerte sich trotz allem um die anderen und nicht um Sich selbst. Er kümmerte Sich um Seine Mutter während Er auf dem Kreuz hing und sandte sie zum Haus von Johannes. Er kümmerte Sich auch um Johannes und gab ihm die große Ehre, dass die Hl.Jungfrau Maria in seinem Haus bleiben durfte. Er kümmerte Sich ebenso um den Schächer und öffnete ihm das Tor zum Paradies. Er sorgte Sich sogar um diejenigen, die Ihn kreuzigten und betete: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23:34).

Zu den anderen Lichtern, die wir am Karfreitag erwähnen, zählt die Natur, die gegen die Kreuzigung des Herrn, Jesus Christus, protestierte. Die Sonne verfinsterte sich, die Felsen spalteten sich, die Gräber öffneten sich, die Erde bebte und der Vorhang im Tempel riss  mitten entzwei. Die ganze Natur legte Zeugnis für die Gerechtigkeit, Stärke, Gottheit und Ehre unseres Herrn, Jesus Christus, ab. Als wäre die Natur ebenso eine von denen, die unseren Herrn in der Karwoche lobpreisen, und Ihm sagt: „Dein ist die Kraft, Ehre, Segen und die Stärke in alle Ewigkeit. Amen.“