Im Neuen Bund gab zum ersten Mal eine Jungfrau dem Messias das Leben. Damit ist ihre Jungfräulichkeit nicht mehr länger ein Zeichen der Schande, seit sie durch das Wirken des Heiligen Geistes empfangen hatte.

Jungfräulichkeit wurde nun zum Zeichen der engen Beziehung zwischen Gott und Mensch, weshalb Paulus die Kirche „Jungfrau“ (Braut) Christi nennt (vgl. Eph 5, 23 ff.). In der Apokalypse wird die ungezählte Schar der von Gott Auserwählten dargestellt durch die 144000 „Jungfräulichen, die dem Lamme folgen, wohin es geht“ (14, 4 f.).